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Abhandlung über den Ulenspiegel.
deren Andenken in der französischen Benennung des Calembourgsein Gedäclitniss für ewig erhalten wird, ist vermuthlich für unsverloren gegangen. S. o. S. 306.
Der Pfaff vom Kalenberg ist in einer französischen Ueber-tragung uns nicht bekannt. Von einer niederländischen hatBüschin g ') ein zu Ulm vorhandenes Fragment nachgewiesen.Eine englische ist gedruckt unter dem Titel: “the parlón of Ka-lenbarow”, von welcher jedoch nur noch ein Fragment in derbekannten Sammlung des englischen Alterthumsforschers Doucevorhanden war. 2 )
Ohne. Zweifel sind in Deutschland manche Drucke des Pfaf-fen vom Kalenberg vor dem ersten uns bekannten, mit einemDatum versehenen vorhanden gewesen, wie aus den häufigenErwähnungen jenes geistlichen Eulenspiegels zu scldicssen ist, undzugleich aus der im Jahre 1560 zu Nürnberg gedruckten Nach-ahmung desselben: “Tliftory Peter Lewen, des andern Kalcn-bergers. Was er für feltzame abenthewr fürgehabt vnd began-gen, in Reimen verfasst durch Achilles Jason Widman von Hall,gedruckt zu Frankfurt a. M. von Weigand Han, wohnhaft inFrankfurt a. M., in der Schnurgasse zmn Krug. 3 " Nach den Be-merkungen über den Eulenspiegel desselben Druckers (s. obenS. 183) 1557 — 63 dürfte jener Druck des Peter Lewin derältere und also in die Jahre 1557 — 59 zu setzen sein.
Auch in der Vorrede zu Fischarts Eulenspiegel findet sichein anerkennendes Zeugniss für den Pfaffen vom Kalenberg:
Wir wölln von eines Narren wegenDas Spiel darum!) nicht niderlcgen.
Es ist on vrsach nicht geschehen,
Dann wir haben hievor gesehen,
Wie dass den Leuten solches SpielSehr auss der massen wml gefiel,
Als nemlich das schon Buch vnd WerckVon dem Pfaffen vom KalenbergVnd andere, die ich hie nicht nenn,
Dann ich die Narren nicht all kenn,
1. Briefe in die Heimath. Th. ]. S. 131. 5. Foreign Quarterly Review
Nr. 40.