Die XC. histori.
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Die XC. histori
lagt, wie Vlenfpiegel zu Mollen krank ward, vnd dem apoteker indie büchfen fcheifz vnd wie er in den heiligen Geift gebracht wardvnd feiner mutter ein fitefz wort züfprach.
Elend vnd fait krank ward Vlenfpiegel,') von Marientalgen Mollen kam, da zoch er zü dem apoteker in zü herberg,vmb arzney willen. Das 1 2 ) was der apoteker ouch etwas geil vndgemlich, vnd gab Vlenfpiegeln ein fcharf purgatz. Da es nungegen den morgen gieng, da ward die purgatz würkung, 3 ) vndVlenfpiegel ftund vf vnd wolt der pui’gatz ledig werden. Da wazdas huf allenthalb bcfchloffen, vnd im ward angft vnd not, vnder kam in die apotek, vnd fchifz in ein bilchs vnd fagt: “hiekam die artzeny vs, da müfz fi wider yn, fo verlürt der apote-ker nit, ich kan doch fünft kein gelt geben.” Da das der apo-teker innen ward, da flucht er Vlenfpiegeln vnd wolt yn im busnit haben, vnd liefz yn in den fpital (der hiefz der heilig Geift)bringen. Da fagt er zü den liiten, die* in hinfftrten: “ich liabda faft nach geftanden, vnd Got alle zeit gebeten, das der hei-lig Geift foil in midi kommen, fo fend er mir das widerteil,das ich nun in den heiligen Geift kum, vnd er bleibt vs mir,vnd kum in yn.” Die leilt lachten fein, vnd gingen von im.Vnd, als eins menfchen leben ift, fo ift ouch fein end.
Das ward feiner mütter da kunt getlion, daz er krank weidie ward bald gerecht, vnd kam zü im, vnd meint von im geltzü vberkummen, wan fie was ein alt, arme fraw. Da fíe nunzft im kam, ward fie weinen vnd fprach: “mein lieber fun, wabiftu krank?” Vlenfpiegel fprach: “liebe mütter, hie zwüfclienden lüften vnd der wand.” “Ach, lieber fun, fprich mir nochzü ein füfz wort.” Vlenfpiegel fprach: “liebe mütter, honig, das
1. Fehlt: als er. 2. Lies: Da. 3. Lies: wiirken.
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