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Von Vlenfpiegel.
drei. Da liiefz der meifter Vlenlpiegeln die fchermcffer fchlei-fen. Vlenfpiegel fprach: cc ia, gern.” Der meifter lagt: “fcldeiflie glat vf dem rücken gleich der fchneiden.” Der meifter kamvnd wult züfehen was er darus macht, fo fall er das die mef-fer die er gefchliffen het, der rück was als die fchneid, vnd diemelier die er vf dem fchleil'ftein het, die fchliff er auch darnach.Da lagt der meifter: “wie machftu das? das wiirt böf ding.”Vlenlpiegel fagt: “wie folt das böf ding werden? in ift doch nilwee, dan ich thft als ir mich geheiffen haben.” Der meifterward zornig, vnd fagt: “ich liiefz dich, daz du ein böf verlieftfchalk bift, hör vf und lafz dein fchleifen, vnd gang wider binda du har bift kunmien.” Vlenlpiegel fagt ia vnd gieng in dieftuben, vnd fprang zü dem fenfter wider Iiinus, da er liinynklimmen was. Da ward der bartfcherer noch zorniger, vnd liefim nach mit dem bittel, vnd wolt in fallen, daz er im die fen-fter bezelt, die er im zerbrochen het. Aber Vlenlpiegel was end-lich vnd kam in ein fcliiff vnd für von land.
Die LXXV. histori
Tagt, wie Vlenfpiegel’) ein fraw zu galt lud, der der rolz ziî dernafen vshieng.
Sich begab vf ein zeit, das ein hof folt werden, vnd Vlen-fpiegel wolt dar reiten. Da ward im fein pferd hinken. Dagieng er dahin zu lïifz , vnd es was gar licifz, vnd in begumlzü hungern, vnd da was ein klein dôrllin vnder wegen. Vndda was kein wirtfzhauf in dem ilörllin, vnd es was vmb mittag,da gieng er in dem dorf, vnd er was da felbcft wol bckant.Da kam er in ein hus, da fafz die fraw vnd macht lief, vnd hetein klumpen molken in den henden. Als nun die fraw fafz vbcrden molken, da het fie der beiden henden kein gewalt, vnd irhieng ein grofzer fchnüdel vf der nafzen. Da bot ir Vlenlpiegelein güten tag vnd fall den fchnüdel wol, das merkt fie vnd fiedorft die nafz an die ermel nit wifchen, fo kunl fie ouch nitfchnülzen. Da fprach fie zü im: “lieber Vlenfpiegel, gon vnd
1. Lies: Vlenfpiegeln.