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Dr. Thomas Murners Ulenspiegel
Entstehung
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Die LXVII. hislori.

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ein geferlicher Hand zü cuwer feel heil, fo ir nun fünfzig iar beieinander gewefen feind, fo wer die gehorfam des eelichen Halsvl'z, als eins münclis in einem cloHer. Des vnderred dich mit dei-ner huffrawen, vnd kum wider zü mir, vnd bericht mich derding, vf das ich euch hell' ralben zü cuwer lteelen felikeit, dasich euch vnd allen meinen pfarrkindern ])flichtig hin.” Demthet der hauer alfo, vnd vbcrfchlüg das mit feiner hauffrawen,vnd kunl doch nit gruntlich zal irs eelichen Hats dem pfarreranzeigen. Vnd kamen heid mit großer forgfeltigkeit zürn pfarrer,in vmb irer vmvirdigkeit willen, güten rat zü den dingen zü ge-hen. Der pfarrer lagt: "nachdem fie kein gewillte zal wifzten,vnd vnd) forgfeltikeit willen irer feelen, wil ich euch des neclift-künl'tigen fontags vf ein nüws wider zülamen gehen, oh ir nilin eclichcm Hat weren, daz ir daryn keinen. Vnd darumh fchla-gen ein güten ochfen, fchaf vnd fchwein, hit deine kiud vndgüte fründ zü deiner kolt vnd tü den gütlich, fo wil ich auchhei dir fein.” “Ach ia, lieber pfarrer, dem tlmn alfo, es fol nitan eim fcliok hüner ligen, folten wir fo lang bei einander ge-wefen fein, vnd nun erft vs dem eelichen Hat fitzen, das w'er nitgüt.” Er gieng damit zü huf vnd richtet zü. Der pfarrer lüd üzfolcher koft etliche prelalen vnd pfaflen, da er mit bekaut was.

Vmler denen was der problt von Epsdorf, der alzcitein feuherlich pferd oder zwei bet, vnd auch wol effen lebenmocht. Bei dem was Vlenfpiegel ein zeit lang gewefen. Zü demfprach der probst: “fitz vf meinem iungen gaul vnd reit mit, duColt wilkum fein.” Dem thet Vlenfpiegel alfo. Da fie nun darkamen, affen vnd trunken vnd fröhlich waren, da w'as die altlraw, die die braut fein folt, oben an dem tifch, als breut plle-gen zefitzen, daz fie mild waz, vnd yr ward fchwach, alfo liefzman fie vfz. So gieng fie hinder iren hof zü dem w-affer Ger-daw vnd fetzt die füfz in das waffer. Indem ward der probltmit Vlenfpiegeln gen Epfzdorf heim reiten. Alfo hofiert Vlenfpie-gel die braut mit dem iungen hengst, mit fchonen fpriingen, vndmacht difer fo vil, das im fein defch vnd gürtel von der feitenfielen, als man zü der zeit pflag zü tragen. Da für das die güt,alt fraw fah, ftünd fie vf vnd nam die defch vnd gieng zürn waf-fer daruf fitzen. Da nun Vlenfpiegel ein acker lang weg gerit-