Druckschrift 
Dr. Thomas Murners Ulenspiegel
Entstehung
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literarischen Plänen, tlieils die Störungen und Hemmnisse des Ge-schäftswelt nicht gehörig erwogen, theils auch die Kürze desmenschlichen Lebens, am wenigsten aber die Leiden und Ge-brechen, denen dasselbe vielfach ausgesetzt ist. Von jenen aberhaben mich gar manche heimgesucht, diese haben mich frühebetroffen, eine seit Jahren stets zunehmende Augenschwäche hatder Forscherlust eine unüberwindliche Schranke gesetzt, so dassich höchstens zu hoffen wage, einige der bereits früher begon-nenen historischen Arbeiten fortsetzen zu können. Ich mussalso das vorliegende Werk als das letzte ansehen, welches, alsein selbstständiges, mir vergönnt sein dürfte mit einer Widmungzu schmücken, und darin, was meiner Empfindungsweise einBcdürfniss ist, öffentlich auszusprechen, wie sehr viel ich Ihnen,hochverehrte Freunde, verdanke. Von den Lebenden hat keinerauf meine geistige Entwicklung und die literarische Richtung,in welcher ich ein hohes Lebensglück gefunden habe, einen soentschiedenen Einfluss gehallt, als Sie Beide; in Ihnen ist dem ausder Fremde heimgekehrten Jünglinge einst sein Vaterland doppeltwerth geworden. Der Tage, welche er mit Ihnen verweilen durfte,sind stets zu wenige gewesen, doch war er schon frühe gewöhntmehr mit den Geistern der Abwesenden und Hingeschiedenen zuverkehren, als mit der Gegenwart, und hat den besten Gewinn desLebens gefunden in der Einsamkeit und in der Sehnsucht nach De-nen, die ihm die Liebsten sind. Unter diesen sind Sie die Ehrwür-digsten, die Einflussreichsten gewesen, mir und anderen Freun-