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Der Midrasch Wajikra Rabba : das ist die haggadische Auslegung des dritten Buches Mose
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Par. XXXVI. Cap. XXVI, 42.

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(vn tOTtodiov). So sagt auch Jes. 66, 1:So spricht der Ewige:Der Himmel ist mein Thron und die Erde meiner Füsse Schemel.Der Grund derer von der Schule Hillels, welche sagen: Die Erde istzuerst geschaffen worden und hernach die Himmel, ist dieser. Gleicheinem König, der einen Palast baute, nachdem er die Unteren er-baut hatte, führte er die Oberen auf. So steht auch geschriebenGen. 2, 4:Am Tage, da Gott der Ewige machte Erde und Him-mel. R. Tanchuma sagte: Ich führe als Grund den erwähntenPsalmvers an:Bevor du die Erde gegründet, war dein Händewerkder Himmel. R. Chanina sagte: Von der Schriftstelle, welche alsStütze der Schule Schammais dient, kann man die Schule Hillelswiderlegen. Nach der Meinung der Schule Schammais, welche sagt,dass zuerst die Himmel und dann die Erde geschaffen worden sei,denn es heisst:Im Anfang erschuf Gott die Himmel und die Erde;nach der Meinung der Schule Hillels, welche sagt, dass zuerst dieErde geschaffen wurde und hernach die Himmel, denn es heisstdas. 1, 2:Die Erde war öde und leer, da muss doch die Erdeschon erschaffen gewesen sein. R. Jochanan sagte im Namen derGelehrten: Hinsichtlich der Erschaffung gingen die Himmel voranund hinsichtlich der Vollendung ging die Erde voran.Am Tage,da der Ewige, Gott, Erde und Himmel machte. R. Simeon benJochai sagte: Ich muss mich wundern, wie die Väter der Weltwegen der Erschaffung von Himmel und Erde verschiedener Mei-nung sein konnten, ich sage: Himmel und Erde wurden nicht anderserschaffen, als wie die Pfanne und ihr Deckel.*) So heisst es Jes.48, 13:Und meine Hand hat die Erde gegründet und meineRechte den Himmel ausgespannt. R. Eleasar bar R. Simeon sagt:Wenn es nach der Meinung dessen ist, was Abba gesagt hat:Ueberall gehen die Himmel der Erde voran (d. i. überall steht erstHimmel und dannErde), an einer Stelle es aber heisst:Andem Tage, da der Ewige, Gott, Erde und Himmel machte, sogeht daraus hervor, dass beide einander gleich wiegen, das eineist wie das andere. So gehen auch überall die Turteltauben denjungen Tauben voran, an einer Stelle aber heisst es:Eine jungeTaube oder Turteltaube, um zu lehren, dass beide einander gleichsind. Ueberall geht der Name Mose (dem Namen) Aarons voran,an einer Stelle aber wird erst Aaron und dann Mose genannt, umzu lehren, dass beide einander gleich sind. Ueberall geht Josuadem Caleb voran, an einer Stelle aber heisst es Num. 32, 12:Aus-genommen Caleb, Sohn Jephunnes, des Kenisiters und Josua, SohnNuns, um zu lehren, dass beide einander gleich sind. Ueberallgeht die Ehre des Vaters der Ehre der Mutter voran, an einerStelle aber heisst es Lev. 19, 3:Ein jeder ehrfürchte seine Mutterund seinen Vater, um zu lehren, dass beide einander gleich sind.Allein die Gelehrten (Weisen) haben gesagt: Der Vater geht über-

*) Midr. Beresch. r. Par. I.