Par. XXXIV. Cap. XXIV, 39.
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Hast du denn nicht gepredigt: „Entziehe dich nicht von deinemFleische,“ und hast du nicht gesagt, dass jeder von uns ein gutesWerk üben sollte? Als ich mich aufmachte, ein gutes Werk zu üben,da begegnete mir meine Entlassene (Geschiedene) und sprach zumir: Erweise mir (diesem Weibe) etwas Gutes, denn seitdem ich (sie)aus deinem Hause bin (ist), habe ich (hat sie) nichts Gutes gesehen.Da ich sie nackt und in grosser Bedrängniss sah, fühlte ich Mitleidmit ihr und ich gab ihr, weil es heisst: „Entziehe dich nicht vondeinem Fleische.“ Da hob R. Tanchuma sein Gesicht gegen denHimmel und sprach vor Gott: Herr der Welt! wenn schon dieser,der doch Fleisch und Blut ist und hart ist und dem es nicht oblag,sie (seine Geschiedene) zu unterhalten, von Mitleid gegen sie erfülltwurde und ihr gab, um wie viel mehr liegt dir ob, uns, die wir dieKinder deiner Kinder, die Kinder Abrahams, Jizchaks und Jacobssind, zu erhalten und dich unserer zu erbarmen! In diesem Augen-blick kam Regen herab und die Welt erholte sich. Das. V. 8: „Dannbricht wie das Morgenroth dein Licht hervor.“ R. Jeremja benEleasar hat gesagt: Selbst jenes Gebot, worin es heisst: „Du sollstlange leben, wird bald blühen.“ „Deine Gerechtigkeit geht vor dirher“ d. i. alles, um das du dich für deine Seele bemüht hast, darum„wird die Herrlichkeit des Ewigen dich aufnehmen.“ V. 9: „Dannrufst du, und der Ewige antwortet: Wenn du entfernst von dir Unter-jochung“ d. s. bezahlte Schuldverschreibungen, „Fingerzeigen undarglistige Rede“ d. i. wenn du deinen Nächsten auf der Flucht vor derRegierung siehst (so sage): er ist nicht dahin gegangen, siehe, erist dorthin gegangen, und er ist nicht dorthin gegangen, siehe, erist dahin gegangen. Das. V. 10: „Wenn du dem Hungrigen deinenBissen reichst.“ Resch Lakisch sagte: Wenn du ihn nichts zu gebenhast, so tröste ihn mit Worten. Sprich zu ihm: Ich betheure dir(eig. meine Seele soll über dir ausgehen), dass ich nicht im Standebin, dir etwas zu geben! „Und du die gequälte Seele sättigst.“ Hastdu so gethan, „dann geht in der Finsterniss dein Licht auf und wieder helle Mittag wird sein dein Dunkel.“ V. n: „Der Ewige leitetdich stets und labt in der Dürre deine Seele und kräftigt deineGebeine.“ R. Tabjomi sagt: Wenn du handelst, siehe, so gleichstdu deinem Schöpfer, von dem geschrieben steht Cant 5, 10: „MeinFreund ist weiss und roth.“ „Und deine Gebeine kräftigt er.“ DasWort yfbrp heisst soviel wie: uittiü"', er wird dich entreissen, ■■'•'■p,er wird dich waffnen, 3 t;p, er wird dich retten, rrPl, und er wirddir Ruhe verschaffen. Er wird dich entreissen, wie es heisst Deut. 25,9: „Und sie soll ihm seinen Schuh ausziehen von seinem Fusse;“waffnen (rüsten), wie es heisst das. 3, 18: „Gewaffnet sollt ihr vor-angehen;“ retten, wie es heisst Ps. 140, 2: „Rette mich, Ewiger, vonbösen Menschen,“■ und Ruhe verschaffen. Von hier haben die Weisenangeordnet zu sagen (im Sabbathgebet): „Wolle, Ewiger, uns amSabbath ruhen lassen.“ Jes. 58, 11: „Und du wirst wie ein getränkterGarten“ d. i. der Garten, „und wie eine Wasserquelle, deren Wasser