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Der Midrasch Wajikra Rabba : das ist die haggadische Auslegung des dritten Buches Mose
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Par. XXXIV. Cap. XXV, 39.

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in die Versammlung kommen sollte. Siehe, wenn schon derjenige,welcher eine Wohlthat dem nicht erwiesen hat, der ihrer nicht be-durfte, bestraft worden ist, um wie viel mehr wird der bestraftwerden, welcher demjenigen eine Wohlthat versagt, welcher ihrerbedarf! R. Simon ben Eleasar sagte weiter: Wer war derjenige,welcher sich wohlthätig gegen den zeigte, dem er verpflichtet war?Jethro gegen Mose s. Ex. 2, 20:Und er sprach zu ihnen: Rufetihn, dass er Brot esse. R. Simon sagt: Er (Jethro) hat ihn mitseinem Lohne gespeist s. das.:Er hat auch für uns geschöpft(da steht das Wort rsbi zweimal). R. Jehuda, R. Nechemja unddie Rabbinen. R. Jehuda sagte: (Sie haben damit gesagt): Er hatfür uns und für unsre Vorfahren (Väter) geschöpft.*) R. Nechemjasagte: Er hat für uns und für die Hirten geschöpft. Die Rabbinen sagten:Er hat für uns im Verdienste unserer Väter geschöpft und für die Hirten,um Frieden zwischen ihnen zu stiften. Wann hat Gott ihm (demJethro) seine Gastfreundlichkeit belohnt? R. Jochanan sagte imNamen des R. Jose des Galiläers: In den Tagen Sauls, wie esheisst 1 Sam. 15, 6:Saul sprach zu den Kenitern: Geht, weichet,steiget hinab. Hat sich denn Jethro gegen ganz Israel wohlthätigbewiesen? war er nicht nur gegen Mose wohlthätig? Allein darauskannst du schliessen: Dass jeder, welcher sich nur gegen einen vonden Grossen Israels wohlthätig beweist, so angesehen wird, als hätteer sich selbst gegen ganz Israel liebreich gezeigt. Siehe, wennschon derjenige, welcher sich gegen einen wohlthätig bewies, demer verpflichtet war, von Gott so belohnt wurde, um wie viel mehrderjenige, welcher sich gegen einen wohlthätig beweist, dem er nichtverpflichtet ist! R. Simon sagte im Namen des R. Eleasar endlich:Wer war der, welcher sich liebevoll (freundlich) gegen den zeigte,welcher der Liebe bedurfte? Das war Boas gegen Ruth, wie esheisst Ruth 2, 14:Es sprach zu ihr Boas zur Essenszeit: Tritt herd. i. tritt hierher,und iss von dem Brote d. i. von dem Broteder Schnitter,und tunke deinen Bissen in den Essig, denn dieSchnitter pflegen zur Erntezeit in der Hitze ihren Bissen in Essigzu tunken. Daraus schliesst R. Jonathan, dass man gewöhnlichSaures aller Art nach der Tenne trägt.Da setzte sie sich an dieSeite der Schnitter in Wahrheit,und man reichte ihr Geröstetesd. i. etwas Leichtes, Geringes, soviel wie man mit den Fingernfasst. Heisst es denn aber nicht (das kann doch darum nicht sein,da es heisst):Sie ass, wurde satt und liess übrig? R. Jizchak sagte:Wir können zweierlei daraus schliessen: Entweder ruhte ein besondererSegen in der Hand jenes Gerechten (Frommen), oder es ruhte ein beson-derer Segen in dem Innern jener Gerechten (Frommen). Allein weil esheisst:Sie ass, wurde satt und liess übrig, so wissen wir, dassein besonderer Segen im Innern jener Gerechten (Frommen) ruhte.R. Jizchak sagte: Damit will dir die Thora eine Verhaltungsregel geben:

*) D. i. er hat uns zur reinen Gotteserkenntniss geführt.