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Par. XXXIV. Cap. XXV, 39.
und kann es nicht schmecken und nicht trinken, 1 -p2, weil er vorallen gebeugt (gedrückt) ist, er ist gleichsam wie die untersteThürschwelle (auf die alle treten). Darum warnt Mose die Israliten:„Wenn dein Bruder verarmt.“ R. Sera sagt: Selbst die Gesprächeder Bewohner des israelitischen Landes sind belehrend (Thora). Wieso? Es sagt einer zum andern: Erweise mir etwas Gutes, oder seigegen mich mild, zeige dich gerecht gegen mich.*)
R. Chaggi hat gesagt: Sieh auf mich, was ich war, und schauauf mich, was ich bin. Denn R. Chaggi hat im Namen des R.Jehuda gesagt: Es heisst Koh. 5, 13: „Der Reiche geht unter aufeine üble Weise“ d. i. der Reiche, der dem Armen in bösem Sinnedie Antwort gegeben hat: Warum gehst du nicht, um zu arbeiten, siehdeine Schenkel, sieh deine Beine, sieh deinen Bauch, sieh dein Fleisch!Da spricht Gott zu ihm: Nicht nur, dass du ihm von dem Deinigennichts gegeben hast, du missgönnst ihm sogar noch das, was ichihm gegeben habe. Darum, zeugt er (ein solcher Reicher) einenSohn, so hat dieser nicht irgend etwas von alledem, was er gehabthat. R. Simon sagte im Namen des R. Eleasar viererlei. Werist der, welcher eine Wohlthat erwiesen hat denen, die es nichtbedurften? Abraham den Dienstengeln, wie es heisst Gen. 18, 8:„Er stand bei ihnen unter dem Baume und sie assen.“ Haben siedenn gegessen? R. Judan sagte: Es schien nur so, als wenn sieässen und tränken. Und einer nach dem andern erhob sich (ver-schwand). Und wie hat es Gott seinen Kindern vergolten? Erliess ihnen das Manna fallen, den Brunnen aufsteigen, es fandensich für sie Wachteln. Das Gewölk der Herrlichkeit umgab sie,und eine Wolkensäule zog vor ihnen her. Siehe, wenn nun schondemjenigen, welcher eine Wohlthat einem erwiesen hat, der ihrernicht bedurfte, Gott es seinen Kindern vergolten hat, um wie vielmehr wird er es dem vergelten, der eine Wohlthat demjenigen erweist,der ihrer bedürftig ist! R. Simon sagte im Namen des R. Eleasarferner: Wer sind die, welche keine Wohlthaten denen erwiesenhaben, die ihrer nicht bedurften? Die Ammoniter und Moabiterden Israeliten, wie es heisst Deut. 23, 4: „Darum dass sie euch nichtmit Brot und Wasser zuvorkamen.“ Bedurften denn die Israelitenderselben? Fiel nicht in den ganzen vierzig Jahren, welche die Israe-liten in der Wüste waren, ihnen das Manna herab, stieg nicht derBrunnen auf, fanden sich nicht für sie Wachteln, umgab sie nichtdas Gewölk der Herrlichkeit und zog nicht die Wolkensäule vorihnen her? Allein es ist eine Verhaltungsregel: Wer von der Reisekommt, dem kommt man mit Speise und Trank zuvor. Wie ver-galt es ihnen Gott? Dadurch, dass kein Ammoniter und Moabiter
*) Das klingt ganz so, als wenn es hiesse: Zeige dich gross d. i. dugewinnst mehr an dem, was du an mir tliust, und dann: denke darüber nach,wie reich ich ehemals war und betrachte, was jetzt aus mir geworden ist,um damit anzudeuten, dass der Reiche sich nicht auf seinen Reichthumstütze und der Arme nicht verzweifle. M. K.