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Der Midrasch Wajikra Rabba : das ist die haggadische Auslegung des dritten Buches Mose
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Par. XXX. Cap. XXIII, 40.

für dich sprechen). Am andern Tage wurde der Angeschuldigtevor den König zu Gericht gebracht. Der König fragte ihn: Hastdu wohl jemand, der dich vertheidigen könnte? Jawohl, es giebteinen gewissen Feldherrn, der mich vertheidigen (zu meinen Gunstenaussagen) wird. Der König schickte nach ihm und liess ihn rufen.Er fragte ihn: Weisst du wohl etwas über diesen Mann zu seinenGunsten vorzubringen? Ja wohl, ich kenne ihn, als du mich näm-lich zur Erhebung der Steuern von jener Stadt absandtest, da erhober sich, knebelte mich und nahm mir alles, was ich bei mir hatte,und dieser Teppich ist von mir und giebt Zeugniss über ihn. Daschrie das ganze Volk und sprach: Wehe ihm! denn sein Vertheidigerist sein Ankläger geworden. So auch, wenn der Mensch einen Lulabnimmt, um damit schuldfrei erklärt zu werden, wenn er geraubt(auf unredliche Weise erlangt) worden ist, da schreit er vor Gottund spricht: Ich bin geraubt, ich bin mit Gewalt genommen worden!Und die Dienstengel sprechen: Wehe diesem (dem Menschen)! seinVertheidiger ist sein Ankläger geworden.

Am ersten Tage. Es ist doch der fünfzehnte Tag des Mo-nats und es heisst:am ersten? R. Mana von Scheab und R.Josua von Sichnin im Namen des R. Levi sagten: Es verhält sichhiermit wie mit einer Stadt, die dem König Steuerreste schuldigwar und er ging, um sie einzutreiben im Umkreise von zehn Mil.Da kamen die Grossen der Stadt und priesen ihn, und er erliess ihnenden dritten Theil ihrer Steuerreste, dann ging er innerhalb von fünfMil, da kamen die Mittleren der Stadt und priesen ihn, und er er-liess ihnen noch ein Drittel. Als er in die Stadt einzog, da kamenihm alle Einwohner, Männer, Weiber und Kinder entgegen undpriesen ihn, und er erliess ihnen nun alles. Da sagte der Königzu ihnen: Was geschehen ist, das ist geschehen, von jetzt an wirdeine neue Rechnung angefangen. So fasten auch am Vorabend desNeujahrstages die Grossen des Zeitalters, und Gott erlässt ihnenden dritten Theil ihrer Sünden; von Neujahr an bis zum Ver-söhnungstage fasten die Einzelnen, und Gott erlässt ihnen dendritten Theil von ihren Sünden, am Versöhnungstage fasten alle,Männer, Weiber und Kinder. Da spricht Gott zu den Israeliten:Was geschehen ist, das ist geschehen, von jetzt ab und weiter wirdeine neue Rechnung begonnen. Und am Versöhnungstage bis zumLaubhütten feste sind alle Israeliten mit religiösen Gebräuchen be-schäftigt, der eine beschäftigt sich mit seiner Laubhütte, der anderemit seinem Lulab, und am ersten Tage des Festes erscheinen (stehen)alle Israeliten mit ihren Lulab und Ethrog vor Gott und er sprichtzu ihnen: Was geschehen ist, ist geschehen, von jetzt ab wird eineneue Rechnung begonnen. Deshalb warnt Mose die Israeliten:Nehmt euch am ersten Tage.

R. Acha sagte: Es heisst Ps. 130, 4:Bei dir ist Vergebung d. i.vom Neujahrstage an wartet die Vergebung bei dir. Und das alleswarum?Damit du gefürchtet werdest d. i. um Furcht über deine