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Der Midrasch Wajikra Rabba : das ist die haggadische Auslegung des dritten Buches Mose
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Par. XXVIII. Cap. XXIII, io.

hat er keinen Vortheil, wohl aber über der Sonne. R. Levi unddie Rabbinen. R. Levi sagt: Für alles das, was die GeschöpfeGrosses thun in religiösen Pflichtgeboten und guten Werken indieser Welt, ists genug (sie müssen sich schon belohnt fühlen),dass Gott ihnen die Sonne scheinen lässt, wie es heisst das. i, 5:Die Sonne geht auf und die Sonne geht unter. Die Rabbinensagen: Für alle religiösen Pflichtgebote und guten Werke, welche dieFrommen in dieser Welt üben, ists genug, dass Gott ihr Antlitzwie die Sonnenkugel erneuert, wie es heisst Jud. 5, 31:Die ihnlieben, gleichen dem Aufgange der Sonne in ihrer Kraft. R. Janaisagt: Gewöhnlich wenn ein Mensch eine Litra Fleisch auf demMarkte kauft, wie viele Mühe kostet es ihm und wie viel Qualmacht es ihm, bis es gar kocht, und die Menschen schlafenauf ihren Lagern, und Gott lässt Winde wehen, Wolken aufsteigen,Gewächse sprossen, Früchte gedeihen (saftig werden), und man giebtihm nichts weiter als Lohn dafür als ein Omer. Das ist hier gesagt:Bringet eine Erstlingsgabe (Omer) von eurer Ernte zum Priester.R. Pinchas sagte: Gewöhnlich wenn ein Mensch sein Kleid inRegentagen wäscht, wie viel Mühe hat er, bis er es trocknet, unddie Menschen schlafen auf ihren Lagern, und Gott lässt ein wenigWind wehen und macht die Erde trocken. R. Abin sagte: Kommund sieh, wie viel Sorge und Qual kostet den Israeliten die Erfüllungder Vorschrift betreffs des Omers, denn es ist dort*) gelehrt worden:(Die Sendboten des Gerichtshofes gingen am Vorabend des Festeshinaus) und schnitten erst die Gerste, thaten sie dann in eine Kufeund brachten sie in die Vorhalle, rösteten (sengten) sie dann imFeuer, um die Vorschrift betreffs der gesengten Sange zu erfüllen.So hat R. Meir gesagt. Die andern Weisen dagegen sagten: DieGerste wurde in Röhren und Kesseln geschlagen, damit sie nichtgedrückt werde, dann wurde sie in ein durchlöchertes Rohr gethan,damit das Feuer seine Macht an ihr ausübe, dann breitete man siein der Halle aus, und der Wind blies sie an, dann schaffte mansie in die Mühle der Gräupner. Und warum das alles? Um davoneinen Issaron (/, 0 ) abzuziehen, welcher in dreizehn Sieben gesiebtworden ist. R. Levi sagte: Siehe, wenn du gepflügt, gesät, gegätet,abgeschnitten, geerntet, gebunden (Garben gemacht), gedroschen undden Ertrag auf die Tenne gebracht hast, wenn Gott dir nicht einwenig Wind wehen lässt, dass du windschaufeln kannst, woher wirstdu leben können? Siehe, ihr gebt mir nur den Lohn für denWind. Das wollen die Worte sagen:Welchen Nutzen hat er, dasser sich für den Wind bemüht? R. Simeon Beribbi lud zu seinerHochzeit alle Rabbinen ein, nur den Bar Kapra nicht. Dieserschrieb nun an die Thür seines Hauses:**) Nach all deiner Freudestirbst du, was für Vortheil hast du von deiner Freude? Als Rabbi

*) S. Mischna Menachot X, 2.

**) Ein memento mori.