Par. XXVIII. Cap. XXIII, io.
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R. Menachem von Gallia: Alle Opfer werden einst in Wegfall kom-men, das Dankopfer aber wird nimmer in Wegfall kommen; Dank-sagungen werden auf hören, aber die Danksagungen des Dankopferswerden niemals auf hören, wie es heisst Jerem. 33, 11: „Stimme derWonne und Stimme der Freude, Stimme des Bräutigams und Stimmeder Braut, die Stimme derer, welche rufen: Danket dem EwigenZebaoth, denn er ist gütig.“ Das sind die Danksagungen. „Unddie da Dankopfer darbringen zum Hause des Ewigen“ d. i. dasDankopfer. So hat auch David gesagt Ps. 56, 13: „Deine Gelübde,Gott, liegen mir ob, ich muss dir Dankopfer bezahlen.“ Es heisstnicht !TTin, sondern nmn d. i. die Danksagung (rpi'Tiiiti) unddas Dankopfer (“nn p^p).
Parascha XXVIII.
Cap. XXIII. V. 10. Rede zu den Kindern Israels.
Bringet eine Erstlingsgarbe (Omer) eurer Ernte zum Prie-ster. Das steht auch geschrieben Koh. 1, 3: „Welchen Gewinnhat der Mensch von all seiner Mühe, womit er sich mühet unterder Sonne.“ R. Benjamin ben Levi sagte: Man wollte das BuchKohelet verbergen (dem allgemeinen Gebrauche entziehen), weil mannämlich Dinge darin fand, welche zur Irrlehre (Ketzerei) hinneigen.Man sagte: Geziemt es sich wohl für Salomo, zu sagen das. 11, 9:„Freue dich, Jüngling, in deiner Jugend und lass dein Herz guterDinge sein in den Tagen deiner Jugend?“ Mose hat doch gesagtNum. 15, 39: „Wandelt nicht nach eurem Herzen und nicht nacheuren Augen.“ Salomo dagegen hat gesagt Koh. 11, 9: „Wandlein den Wegen deines Herzens und dem Scheine deiner Augen nach.“Wird einmal der Zügel losgelassen, dann giebt es kein Recht undkeinen Richter mehr. Als er aber nachher gesagt hatte das.: „Wisse,dass dich Gott über das alles wird vor Gericht ziehen,“ da sagteman: Salomo hat gut gesprochen. R. Samuel bar Nachmani sagte:Man wollte das Buch Kohelet verbergen, weil man Dinge darinfand, welche zur Irrlehre hinneigen. Man sagte: Hätte denn Salomoso sagen sollen: „Was hat der Mensch für einen Gewinn von allseiner Mühe?“ Da könnte man glauben, auch von der Mühe um dieThora (hat er keinen Gewinn)? Sie kehrten aber um (lenkten ein) undsagten: Wenn er gesagt hätte: von aller Mühe, und dabei geschwiegenhätte, so hätten wir sagen können: Auch für die Mühe um die Thora(da wäre diese auch mit eingeschlossen). Siehe, er sagt aber nichtso, sondern: für alle seine Mühe d. i. für seine Mühe, welche nichtshilft, aber die Mühe um die Thora hilft.*) Und dann ist nochzu erwägen, bemerkte R. Judan, dass Salomo sagt: unter der Sonne
*) Von seiner eigenen Mühe hat der Mensch keinen Nutzen, wohl abervon der Mühe, die er auf die Thora verwendet.
Wünsche, Midrasch Wajikra.
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