Par. XXVIII. Cap. XXIII, io.
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herausging und diese Schrift sah, fragte er: Wer ist wohl dieserd. i. wer hat das wohl gethan? Weil wir ihn nicht eingeladenhaben, hat er diese Worte geschrieben. Man sagte ihm: Bar Kapraist es. Er sprach: Morgen veranstalte ich seinetwegen (eig. wegenseiner Person) noch eine Mahlzeit mit den Personen. Er veranstaltetewirklich noch eine Mahlzeit und er lud Bar Kapra ein. Als dieherbeigekommenen Gäste sich zum Essen niederliessen, trug BarKapra, so oft eine Speise aufgetragen wurde, dreihundert Fuchs-fabeln vor, in Folge dessen wurden die Speisen kalt und die Gästekosteten nichts davon. Rabbi sagte zu seinen Dienern: Warumkommen die Speisen heraus, ohne dass man davon gekostet hat?Sie antworteten ihm: Es ist da ein alter Mann, der, so oft eineSpeise aufgetragen wird, dreihundert Fuchsfabeln erzählt, in Folgedessen wird die Speise kalt. Rabbi trat nun an ihn heran undsprach zu ihm: Warum lässest du die Gäste nichts gemessen? Erantwortete ihm: Damit du nicht glauben sollst, ich sei um zu speisengekommen, sondern weil du mich nicht mit meinen Genossen ein-geladen hattest.*)
R. Eleasar sagte: Es steht Jerem. 5, 25 geschrieben: „Sie spra-chen nicht in ihrem Herzen: Wir wollen den Ewigen, unsern Gott,ehr fürchten.“ Er giebt euch alles, und ihr glaubt seiner nicht zubedürfen. Es heisst das.: „Die bestimmten Wochen der Ernte wirder uns bewahren“ d. i. er wird uns vor den bösen (schädlichen)Winden und bösen (schädlichen) Thauen bewahren. Wann? lnden sieben Wochen zwischen Pesach und Pfingsten. R. Chija hatgelehrt: Sieben volle Wochen sollen es sein. Wann ist das derFall? Zur Zeit, wenn die Israeliten den Willen Gottes thun. R.Josua sagte: (Gott spricht:) Ich bin dein Wächter (Hüter, Censor),und du giebst mir nichts für meine Wachsamkeit. R. Berachjasagte: Ich bin dein Koch, und du lässt mich nicht von deinen Ge-richten kosten. Denn wir wissen nicht, was sie bedürfen, ob Thau,ob Regen. Das sagt auch David Ps. 68, 10: „Reichlichen Regenlässest du, Gott, fallen.“ David sprach nämlich vor Gott: Herr derWelt! wenn es Regen ist, so ist Reichlichkeit erforderlich**),wenn es Thau ist, so musst du, Gott, ihn herabsenden. R. Berachjasagte: Gott sprach zu Mose: Geh und sage den Israeliten: Als icheuch das Manna gab, gab ich einem jeden von euch ein Omer,wie es heisst Ex. 16, 16: „Ein Omer für jeden Kopf,“ und jetzt,wo ihr mir das Omer gebt, verlange ich von euch allen nur einOmer, und nicht einmal eins von Weizen, sondern von Gerste.
*) In Midr. Kok. zu 1, 3 heisst es: Damit du nicht etwa meinst, ichsei deiner Schüsseln halber gekommen.
**) Denn der Regen ist ein freiwilliger Segen, der von Gott kommt,sowie unsere Alten im Gebete zu sagen verordnet haben: Er ernährt dieLebenden mit Gnade; aber der Thau wird mit Recht gefordert und er darfder Welt nicht fehlen. M. K.
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