Par. XXVII. Cap. XXII, 27.
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will warten, bis das Gericht zu Ende ist. Als das der Fall war,fragte sie der Richter: Was hat denn dein Sohn sich gegen dichzu Schulden kommen lassen? Sie antwortete: Mein Herr! als erin meinem Leibe war, da stiess er mich. Der Richter fragte: Hater dir weiter nichts gethan? Nein, antwortete sie. Geh, sprachder Richter zur Frau, darin (in dieser Sache) liegt nichts Sträfliches.Ebenso, als Gott sah, dass die Völker der Welt sich freuten, wandelteer es ihnen zum Guten, wie es heisst: „Im Mutterleibe fasste Jacobseinen Bruder an der Ferse.“ Da wunderten sich die Völker derWelt und sprachen: Ist das eine Antwort? ist das eine Züchtigung(Zurechtweisung)? Dieses nach jenem? Er kam nur, um mitseinen Kindern zu scherzen. „Und womit habe ich dich belästigt?Zeuge gegen mich!“ Gleich einem König, führte R. Berachja alsBeispiel an, welcher seine Gesandten ins Land schickte und die Ein-w’ohner traten vor sie hin und bedienten sie mit Schrecken undFurcht und Zittern und Beben. So sprach auch Gott zu den Israe-liten: Ich habe drei Boten an euch gesandt, Mose, Aaron undMirjam. Haben diese vielleicht von euch gegessen, oder haben sievielleicht von euch getrunken, oder haben sie vielleicht auf euchetwas gewälzt? Seid ihr nicht in ihrem Verdienste erhalten ■worden?Kam nicht das Manna im Verdienste Moses, der Brunnen im Ver-dienste Mirjams, das Herrlichkeitsgewölk im Verdienste Aarons?Gleich einem König, sagte R. Jizchak, der sein Edict (nooarayi-ia)ins Land abschickte. Was machten die Bewohner? Sie erhobensich (eig. sie stellten sich auf ihre Füsse), entblössten ihre Häupterund lasen es mit Schrecken und Furcht, mit Zittern und Beben.Ebenso sprach Gott zu den Israeliten: Ich habe euch betreffs mei-nes Edictes nicht belästigt, denn ich habe euch nicht befohlen, dassihr das Sch’ma stehend und mit entblössten Häuptern lesen sollt,sondern Deut. 6, 6: „Wenn du sitzest in deinem Hause und gehestauf deinem Wege und dich niederlegst und aufstehest.“
R. Jehuda bar R. Simon sagte: Gott sprach: Zehn Thiergattungenhabe ich dir übergeben, drei sind in deiner Gewalt und sieben sindnicht in deiner Gewalt. Die drei, welche in deiner Gewalt sind,sind Ochs, Schaflamm und junge Ziege, und die sieben, die nichtin deiner Gewalt sind, sind: Widder, Hirsch, Esel, Reh, Bergziege,Waldbock und Semer. Ich habe euch nicht belästigt und ich habeeuch nicht geheissen, auf den Bergen euch abzumühen, um mir einOpfer von jenen Thieren zu bringen, die nicht in deiner Gewaltsind, sondern von denen, die in deiner Gewalt sind d. i. von solchen,die an deiner Krippe aufwachsen. Das wollen die Worte sagen:„Ochs oder Schaf oder Ziege.“
R. Levi begann mit Jes. 41, 24: „Sieh, ihr seid von Nichts undeuer Thun ist von Nichtigkeit.“ „■par v ° n Nichts“ d. i. Gib5 is'bnvon nicht irgend etwas und von einer übelriechenden Feuchtigkeit;
von Nichtigkeit“ d. i. von hundertmalen, wo die Frau aufdem Gebärstuhl sitzt, ist sie neunundneunzigmal für den Tod und