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Par. XXV. Cap. XIX, 23.
analogien*) gemacht? Allein es ist ihm angedeutet worden Gen.17, 2: „Ich will meinen Bund machen zwischen mir und dir unddich mehren gar sehr,“ folglich an einem Orte, welcher furchtbarsich zeigt. R. Ismael hat gelehrt: Gott wollte das Priesterthumvon Sehern ausgehen lassen, wie es heisst das. 14, 18: „Melchizedek,König von Schalem.“ Weil er aber den Segen (das Lob) Abrahamsdem Segen Gottes voranstellte, so sprach Abraham zu ihm: Lässtman denn den Segen (das Lob) des Knechtes dem Segen des Herrnvorangehen? Darum entzog ihm Gott das Priesterthum und gabes dem Abraham, wie es heisst Ps. 110, 1: „Ausspruch des Ewigenzu meinem Plerrn,“ und darauf folgt: „Der Ewige hat geschworenund bereut es nicht, du bist Priester auf ewig nach Weise Melchi-zedeks“ d. i. auf Grund des Ausspruchs von Melchizedek. Das stehtauch Gen. 14, 19: „Gesegnet sei Abraham dem höchsten Gott, demUrheber des Himmels und der Erde.“ R. Ismael und R. Akiba.R. Ismael sagt: Abraham war Hoherpriester, er beruft sich auf denVers: „Der Ewige schwur und bereut es nicht: Du bist Priester aufewig,“ und es heisst das. 17, n: „Ihr sollt beschnitten werden amFleische eurer Vorhaut.“ An welchem Orte soll er beschnittenwerden? Wird er am Ohre beschnitten, so taucht er nicht mehrzum Altardienste, wird er am Herzen beschnitten, so taucht er nichtmehr zum Altardienste und wenn er am Munde beschnitten wird,so taucht er auch nicht mehr zum Altardienste, wo soll er nun be-schnitten werden, dass er für den Altardienst tauglich ist? Folglichbetrifft die Vorschrift den Körper. R. Akiba sagt: Es giebt Ora-loth (d. i. das Wort Orla wird von vier verschiedenen Dingen ge-braucht), 1) vom Ohre s. Jerem. 6, 10: „Siehe, unbeschnitten ist ihrOhr;“ 2) vom AJunde s. Ex. 6, 30: (Mose sagte): „ich bin unbe-schnitten an Lippen;“ 3) vom Herzen s. Jerem. 9, 30: „Und dasganze Haus Israels ist unbeschnittenen Herzens.“ Und es heisstGen. 17, 1: „Wandle vor mir und werde vollkommen (a'?3n).“ Anwelchem Orte soll nun die Beschneidung vollzogen werden? Wirder am Ohre beschnitten, so ist er nicht mehr vollkommen (t'72n),wird er am Munde beschnitten, so ist er auch nicht mehr voll-kommen, wo soll er also beschnitten werden, dass er vollkommenbleibt? Folglich betrifft die Orla den Körper. Nagda sagte: Essteht geschrieben Gen. 17, 12: „Im Alter von acht Tagen soll voneuch alles Fleisch beschnitten werden.“ Wo soll der Mensch be-schnitten werden? Wird er am Ohre beschnitten, so hört er nichtmehr, wird er am Munde beschnitten, so spricht er nicht mehr,wird er am Herzen beschnitten, so kann er nicht mehr denken,wo soll er also beschnitten werden, dass er hörend, sprechend unddenkend bleibt? Folglich kann die Orla nur am Leibe geschehen.
*) mts> m>U, Gesera schawa ist ein Schluss aus zwei Gesetzstellen miteinem und demselben Worte, indem man die gesetzliche Bestimmung dereinen auch auf die andere anwendet.