Par. XXV. Cap. XIX, 23.
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R. Tanchuma sagt: Der Ausspruch Nagdas erhellt daraus, dass esheisst das. 17, 14: „Und ein unbeschnittenes Männliches, das nichtbeschnitten worden ist am Fleische seiner Vorhaut“ u. s. w. R. Judanim Namen des R. Jizchak und R. Berachja im Namen des R. Jizchakerklärten, dass R. Jose bar Chalaphtha in Bezug auf diesen Satz:„Ein unbeschnittenes Männliches“ gelehrt habe: Giebt es denn einunbeschnittenes Weibliches? Allein es handelt sich um die Stelle,woran man sieht und erkennt, ob es ein Männliches oder ob esein Weibliches ist, da soll die Beschneidung an ihm vollzogen werden.R. Levi bar Sisi erklärte Ezech. 16, 26: „Du buhltest mit den Kin-dern Aegyptens, deiner Nachbarin, mit grossen Gliedern und häuftestdeine Buhlerei mich zu erzürnen.“ Was heisst: lias ■'S“ 3 ? Hatdenn einer nur einen Fuss und ein anderer drei? Allein es solldamit angedeutet werden, dass sie alle unbeschnitten waren undzwar in dem Sinne des erwähnten Verses: „Und ein unbeschnittenesMännliches, das nicht am Fleische seiner Vorhaut beschnitten ist.“Rabbi sagt: Sie waren grosse starke Männer. R. Berachja undR. Samuel bar Nachmani sagten: Es heisst Jos. 5, 3: „Er beschnittdie Israeliten an dem Hügel Araloth (der Vorhäute).“ R. Levisagte: Das war ein Ort, welcher durch Vorhäute zu einem Hügelangewachsen war s. Cant. 5, 15: „Seine Schenkel sind Marmorsäulen.“Unter: vpiuj „seine Schenkel“ ist die Welt und unter: ■'TIM"
„Marmorsäulen“ ist die Gründung auf die sechs Schöpfungstage zuverstehen, wie es heisst Ex. 20, 11: „Denn in sechs Tagen hat derEwige gemacht.“ „Gegründet auf Gestellen von Gold“ d. s. dieWorte der Thora, von denen es heisst Ps. 19, 11: „Sie sind köst-licher als Gold und viel feines Gold.“ Oder unter den Worten:„Gegründet auf Gestellen von Gold“ sind die Abschnitte der Thorazu verstehen, die nach den vorhergehenden und darauffolgendenausgelegt werden können. Womit sind sie zu vergleichen? R. Hunasagte im Namen des Bar Kapra: Wie eine Säule nach unten eineBasis und ein Capitäl nach oben hat, so können auch die verschie-denen Abschnitte der Thora mit den vorhergehenden oder nach-folgenden ausgelegt werden. Mit den vorhergehenden — es heisst:„Wenn ihr in das Land kommt und allerlei essbare Bäume pflanzet“und vorher heisst es V. 20: „So ein Mann bei einem Weibe liegetim Beischlaf“ u. s. w. Wie passt eins zum andern? Allein wenner um ihn gräbt, so ist es ihm um Vermehrung (um Fruchtbarkeit)zu thun, und dadurch, dass er in seinem Hause aus- und eingeht,macht er sich bei seiner Magd verdächtig, er spricht dann: Bin ichnicht ein Sühn- und Schuldopfer zu bringen schuldig? Ich bringeein Sühn- und ich bringe ein Schujdopfer; denn R. Judan hat imNamen des R. Levi gesagt: Diejenigen, die im Umgänge mit Mägdenin dieser Welt sich mehr Freiheit nehmen, als sie sollen, werden einstan den Scheiteln ihrer Häupter aufgehängt werden, wie es heisstPs. 68, 22: „Ja, er zerschmettert das Haupt seiner Feinde, denHaarscheitel desjenigen, der in seiner Schuld wandelt.“ Was heisst: