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Der Midrasch Wajikra Rabba : das ist die haggadische Auslegung des dritten Buches Mose
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Par. XXV. Cap. XIX. 23.

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arbeite ich für meine Kinder. Bei deinem Leben! versetzte Hadrian,solltest du noch das Glück haben, davon zu essen, so lass es michwissen. Nach einiger Zeit trugen die Bäume Feigen. Da dachteer, jetzt ist es Zeit, dass ich es dem Könige kund thue. Was thater? Er füllte einen Korb mit Feigen, ging hinauf und stellte sichan das Thor des Palastes. Was ist dein Anliegen? fragten ihn dieWächter. Er sprach zu ihnen: Führt mich vor den König! Alser eingetreten war, fragte ihn der König: Was ist dein Anliegen?Ich bin der Alte, gab er zur Antwort, an dem du vorbeigegangenbist, als ich Gräben aushaute, um Pflanzen einzusetzen. Du sagtestmir damals: Wenn du so glücklich bist und noch davon issest, solass mich es wissen. Siehe, ich bin so glücklich gewesen und habedavon gegessen, hier diese Feigen sind von ihren Früchten. Hadriangab sogleich den Befehl, dass man ihm einen mit Gold geziertenStuhl reiche und er sich darauf setze, ausserdem befahl er, dassman seinen Korb mit Denaren fülle. Wie, sprachen seine Diener,all diese Ehre soll dem alten Juden geschehen? Sein Schöpfer ehrtihn, antwortete Hadrian, soll ich ihn nicht ehren? Die Nachbarindes alten Mannes war ein niedriges (zerlumptes) Weib. Sie sprachzu ihrem .Manne: Du Narr (eig. du Sohn der Finsterniss)! sieh nur,wie sehr der König die Feigen liebt, er bezahlt (vertauscht) sie mitDenaren. Was that er? Er füllte einen Korb mit Feigen, gingund stellte sich vor den Palast. Man fragte ihn: Was ist deinAnliegen? Ich habe gehört, gab er zur Antwort, dass der Königdie Feigen sehr liebt und mit Denaren eintauscht. Sie gingenhinein und meldeten dem König: Ein Alter steht am Thore desPalastes und trägt einen Korb voll Feigen. Er sprach zu ihm: Wasist dein Anliegen? Ich habe gehört, versetzte er, dass der Königdie Feigen liebt und sie mit Denaren ein tauscht. Der König befahl,dass man ihn vor das Thor des Palastes setze und jeder Aus- undEingehende ihn mit seinen Feigen ins Gesicht werfen solle. AmAbend wandte er sich von da weg und ging nach Hause und er-zählte seinem Weibe: Alles, was mir begegnet ist, habe ich dir zudanken. Geh, sprach sie zu ihm, schwatze es deiner Mutter vor,(gut) dass es nur Feigen und nicht Ethroge und dass sie reif undnicht unreif waren. R. Huna bar Kapra sagte: Unser Vater Abra-ham sass und lehrte (trug vor): Vom Baume wird hier Orla (Aus-wuchs) gesagt und ebenso auch vom Menschen? Sowie Orla beidem Baume einen Ort bezeichnet, der Früchte bringt, so muss Orlaauch beim Menschen ein Ort sein, welcher Früchte bringt. Hatdenn aber unser Vater Abraham, fragte R. Chanin ben Pasi, schonsolche Schlüsse vom Leichten auf das Schwere*) und von Wort-

*) *iaim Sp, Kal Wachomer, eig. Leichtes und Schweres (de majoread minus und de minore ad majus) ist eine von den dreizehn logischenNormen, wonach in gesetzlicher Beziehung der Schluss vom Leichteren aufdas Schwerere und ebenso umgekehrt gezogen wird. Vgl. Levy, Neuhebr.und Chald. WB II, S. 76.