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Der Midrasch Wajikra Rabba : das ist die haggadische Auslegung des dritten Buches Mose
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Par. XXIV. Cap. XIX, 2.

solche Befehle wie über diese. Der König erwiederte: Weil diesefest an meinem Körper sitzt.*)

R. Samuel bar Nachman sagte: Gleich einem Hohenpriester,welcher einmal unterwegs war und es traf ihn ein Ungeweihter.Ich will mit dir gehen, sprach er zu dem Hohenpriester. MeinSohn, antwortete derselbe, ich bin ein Priester und muss auf reinemWege gehen, ich darf nicht zwischen Gräbern gehen, willst du mitmir gehen, gut, wenn nicht, so werde ich dich endlich doch verlassenund einen andern Weg nehmen müssen. Ebenso sprach Mose zuden Israeliten Deut. 23, 14:Denn der Ewige, dein Gott, wandeltin der Mitte deines Lagers, um dich zu retten. Was heisstZwei Amoräer sind darüber verschiedener Meinung. Der eine sagte,um dich zu beschatten (zu beschützen, eig. um zu sein ein Schattenauf seinem Haupte); der andere sagte: um alle Güter der Völkerzu leeren (nehmen) und dir zu geben vergl. Ex. 3, 22:Und ihrsollt die Aegypter entleeren. Um so mehr soll dein Lager heiligsein und nicht etwas Schändliches (eine schändliche Sache) an dirgesehen werden. R. Ismael bar Nachman sagte: Es ist ein schänd-licher Mund. R. Abun sagte zweierlei: 1) Gleich einem König,welcher einen Keller mit Wein hatte, wohin er Wächter setzte,welche theils Nasiräer, theils Trunkenbolde waren. Zur Abendzeit,als er kam, um ihnen den Lohn zu zahlen, gab er den Trunken-bolden den doppelten (eig. zwei Theile), den Nasiräern dagegen nurden einfachen Lohn (einen Theil). Da sprachen sie: Unser HerrKönig! haben wir nicht alle zumal den Wachdienst versehen, warumgiebst du jenen den doppelten Lohn (zwei Theile) und uns nur deneinfachen (einen Theil)? Der König antwortete ihnen: Weil dieTrunkenbolde (eig. diese sind Trunkenbolde und es ist ihre Weise}Wein zu trinken pflegen, darum gebe ich ihnen den doppelten Lohn(zwei Theile) und euch nur den einfachen Lohn (einen Theil). Soverhält es sich auch bei den oberen Geistern, weil bei ihnen keinböser Trieb (keine Leidenschaft) gefunden wird, so steht das WortHeiligkeit nur einmal, wie es heisst Dan. 4, 14:Unddas Gebot der Heiligen ist dieses (diese Sache), bei den unterenGeistern (Menschen) dagegen, weil der böse Trieb in ihnen schaltet(herrscht), steht das Wort heilig (mffinp) zweimal, wie es heisst:Rede zu der ganzen Gemeinde der Kinder Israels; es heisst:dassihr euch heilig haltet und ihr sollt heilig sein. R. Abin führtenoch ein Gleichniss an. Gleich den Bewohnern einer Stadt, welchedrei Kronen dem König gespendet hatten. Was that der König?Er setzte sich die eine auf sein eigenes Haupt und die zwei andernauf das Haupt seiner Kinder. So verleihen auch die Oberen (Geister)an jedem Tage Gott drei Heiligkeiten (Keduschoth s. Jes. 6, 3).Was thut Gott? Er setzt eine Heiligkeit auf sein Haupt, die zweiandern aber auf das Haupt Israels. Darum heisst es hier:Rede

*) Vergl. Pesilr. Schekal. 15 t (Buber),