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Der Midrasch Wajikra Rabba : das ist die haggadische Auslegung des dritten Buches Mose
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Par. XXIV. Cap. XIX, 2 . x 6i

R. Acha sagte: Es heisst Ps. ioi, i:Ein Psalm von David, Gnadeund Gerechtigkeit will ich singen, dir, Ewiger, will ich spielen.David sprach vor Gott: Wenn du mir, Herr der Welt, Güte er-zeigst, so will ich singen d. i. es mag so oder so sein, (unter allenUmständen) will ich dir, Ewiger, spielen. Tanchum bar R. Judansagte: Es heisst Ps. 56, n:Gottes rühm ich mich, des Wortesdes Ewigen rühm ich mich, des Wortes d. i. es mag so oder sosein, so rühm ich sein Wort. Die Rabbinen sagten: Es heisstPs. 116, 3. 4:Noth und Kummer ich traf, doch des Ewigen Namenwill ich anrufen; V. 13:den Kelch des Heils will ich empor-heben d. i. es mag so oder so sein, so will ich den Namen Got-tes anrufen. R. Judan bar Pilai verweist auf das, was Hiob sagtHi. 1, 21:Der Ewige hat gegeben, der Ewige hat genommen, derName des Ewigen sei gepriesen! d. i. er mag gegeben d. i. mitBarmherzigkeit gegeben, oder genommen d. i. mit Barmherzigkeitgenommen haben, so preise ich ihn; und nicht nur das, sondernals er gab, hatte er sich mit keinem Geschöpfe berathen, wohl aberals er nahm, da berieth er sich mit seinem Gerichtshöfe. R. Eleasarsagte: Ueberall, wo du findest: und der Ewige, da ist er und

sein Gerichtshof zu verstehen. Der Hauptbeweis von allen ist I Reg.22, 23:Und der Ewige hat Böses über dich verhängt. R. Judansagte: Es heisst:Und du bist erhaben d. i. erhaben zeigst du dichin deiner Welt. Du hast die Priesterwürde an Aaron auf ewigeZeiten verliehen, ein Salzbund ist es, und du hast die Herrschaftan David gegeben auf immer, wie es heisst 2 Chron. 13, 5:Isteuch nicht zu wissen, dass der Ewige, der Gott Israels, das König-thum über Israel David gegeben ewiglich, ihm und seinen Söhnen,durch einen Salzbund? Du hast die Heiligkeit an Israel gegebenfür immer, wie es hier heisst:Ihr sollt heilig sein.

Oder:Ihr sollt heilig sein. In Verbindung mit Ps. 20, 3:Er sendet deine Hilfe aus dem Heiligthum. R. Berachja erzählt imNamen des R. Simeon: Ein Landmann (ein Dörfler), Abba Josse, einMann von Zithor, sass und lernte am Rande einer Quelle. Da er-schien ihm der Geist (der Dämon des Ortes), der dort hauste undsprach zu ihm: Ihr wisst, wie viele Jahre ich hier bereits hause,und ihr kommt und eure Weiber Abends und Mittags heraus undihr seid nicht beschädigt worden. Nun wisst aber, dass ein böserGeist hier an meiner Stelle seinen Wohnsitz aufschlagen und denLeuten Schaden zufügen will. Da sprach der Mann: Was sollenwir thun (dass er nicht komme)? Da antwortete er: Geh und warnedie Einwohner und sage ihnen: Wer einen Schlägel (Hammer), werein Grabscheit oder wer eine Schaufel hat, soll morgen heraus-kommen bei Anbruch des Tages und die Oberfläche des Wassersbetrachten, und wenn sie einen Wasserstrudel sehen, so sollen siedarauf mit den eisernen Werkzeugen schlagen und ausrufen: DerUnsrige hat gesiegt! der Unsrige hat gesiegt! und sie sollen nichteher fortgehen, bis sie geronnenes Blut auf dem Wasser erblicken.

Wünsche, Midrasch Wajikra. II