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Der Midrasch Wajikra Rabba : das ist die haggadische Auslegung des dritten Buches Mose
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Par. XXIV. Cap. XIX, 3.

des Kindes beschäftigt, am Ende der 40 Tage geht sie aber undbesudelt sich mit einem anderen, da sinken (werden schlaff) dieHände des Bildners und er spricht: Wessen Bildniss soll ich nunmachen, das des ersten oder das des zweiten? Das soll nun hiergesagt sein:Den Bildner, der dich gezeugt hat, hast du ermattetd. i. du hast die Kraft des Bildners ermattet und auf einen anderngelenkt. Die Jod (') in dem Worte -min ist klein und es giebt inder Schrift nicht seines Gleichen. R. Jizchak sagte: Wir finden: alle,die Sträfliches begehen (haben Gewinn), der Dieb hat Gewinn und derBestohlene erleidet Schaden, der Räuber hat Gewinn und der Beraubteerleidet Schaden, aber hier (bei der Wollust) haben beide den Genuss undwer hat den Schaden? Gott vernichtet seine Zeichen (nämlich diedes Kindes). R. Menasja, der Enkel des R. Josua ben Levi, sagte:Wir finden, dass derjenige, welcher etwas Schändliches sieht undsein Auge nicht daran weidet, so glücklich ist, das Antlitz derSchechina zu empfangen, wie es heisst Jes. 33, 15:Wer seineAugen verschliesst, um das Böse nicht zu sehen. Was folgt darauf?V. 17:Den König in seiner Schönheit schauen deine Augen, siesehen fernes Land.

.mn trizinpnoParascha XXIV.

Cap. XIX. V. 2.Ihr sollt heilig sein. Das steht auchJes. 5, 6:Erhaben zeigt sich der Ewige Zebaoth im Gerichte. R.Simeon ben Jochai hat gelehrt: Wann erscheint der Name Gottesgross in seiner Welt? Wenn er Strafgerechtigkeit an den Frevlernübt. Dafür giebt es viele Schriftstellen, 1) Ezech. 38, 23:Ich werdegross, ich werde heilig und bekannt werden vor den Augen vielerVölker, dass sie erkennen, dass ich der Ewige bin; 2) Ps. 9, 17:Bekannt ist der Ewige, wenn er Gericht übt; 3) Ex. 8, 1: (Gottsagte zu Pharao:)Diesmal werde ich meine Macht und meineStärke ihnen kund thun; Mich. 6, 5:Auf dass du erkennest desEwigen Gerechtigkeit. Und das Gericht, (das erhellt aus denWorten:)Und erhaben zeigt sich der Ewige Zebaoth im Gericht.R. Berachja sagte im Namen des R. Levi: Es heisst Ps. 92, 9:Dubist immer erhaben, Ewiger d. i. deine Hand bleibt immer in derHöhe. Gewöhnlich wenn ein König von Fleisch und Blut zu Ge-richt sitzt, so preist ihn das ganze Volk, wenn er Freisprechungertheilt, wenn er aber verurtheilt (Strafe verhängt), so preist ihnkein Geschöpf.*) Warum nicht? Weil man annimmt, es walteUebereilung in seinem Gerichte; aber bei Gott ist es nicht so, ermag belohnen oder bestrafen,so bist du immer erhaben, Ewigerd. i. deine Hand ist immer in der Höhe. R. Huna im Namen des

*) Vergl. Jerusch. Berach. IX, fol. 14h.