Par. XXIII. Cap. XVIII, 3.
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aber zu ihnen: Ich bin kein Gelehrter. Tritt vor die Lade. Erentgegnete: Ich bin kein Gelehrter. Was? sprachen sie, ist das derR. Eleasar, von dem man so viel Rühmliches erzählt? Nennt manihn denn umsonst Rabbi? Er erblasste (eig. sein Gesicht wurdegelb) und ging zu seinem Lehrer R. Akiba. Warum siehst du sokränklich aus? fragte ihn dieser. Er erzählte ihm den Vorfall undsprach zu ihm: Möchte mein Herr mich es wohl lehren? Ja wohl?erhielt er zur Antwort. Er lehrte es ihn. Nach einigen Tagenging R. Eleasar wieder nach jenem Orte und wurde wieder auf-gefordert, die Benedictionen über das Schema in gekürzter Gestaltvorzutragen. Tritt vor die Lade! Er that es. Da sprachen dieLeute: R. Eleasar ist gelöst (befreit, eig. von seiner früheren Un-kenntniss der Gesetzlehre entbunden) worden, und man gab ihmden Namen Rabbi Eleasar Chisma.
R. Jona lehrte seinen Schülern die Trauersegnungen mit demWunsche: Sie mögen in allen Dingen Männer sein.
R. Chanina bar R. Abba legte jenen Vers auf die Reiche aus.Wie diese Rose, welche zwischen Dornen sich befindet, der Nord-wind nach Süden wendet, von welcher Seite die Dornen sie stechen,und der Südwind sie wieder nach Norden wendet, wo sie wiederdie Dornen stechen, dennoch sie ihr Herz (Inneres) aber nach der Höherichtet, so auch die Israeliten, obgleich sie mit Beköstigungsbei-trägen und Frohndiensten belastet sind, so ist doch ihr Herz zuihrem Vater im Himmel gerichtet, wie es heisst Ps. 25, 16: „MeineAugen sind immer auf den Ewigen gerichtet, denn er zieht meinenFuss aus dem Netze.“
R. Ibo legte jenen Vers auf die einstige Erlösung aus. So-wie die Rose, die zwischen Dornen ist, für ihren Besitzer schwerzu pflücken ist, was thut man? Man bringt das Licht und ver-brennt alles um sie herum und dann pflückt man sie, so heisst esauch Thren. 1, 17: „Der Ewige hat gegen Jacob seine Feinde ent-boten ringsum, wie Chalmisch bei Nawa und Jericho bei Noadan,Susitha bei Tiberias, Gastra bei Che'ipha, Lud bei Ono, wie es heisstEzech. 5, 5: „So spricht der Ewige: das ist Jerusalem, das ich mittenunter die Völker gesetzt habe;“ wenn aber der bestimmte Zeitpunkteintritt, was thut Gott? Er bringt das Licht herbei und verbrenntdie Dornen um dasselbe ringsum, wie es heisst Jes. 33, 12: „Unddie Völker werden wie Kalk verbrannt werden,“ und Deut. 33, 12:heisst es über dasselbe: „Der Ewige allein leitet es.“
R. Abin sagte: Wie die Rose, wenn die Sonnengluth über siekommt, verwelkt, wenn aber Thau auf sie kommt, wieder aufblüht,so auch die Israeliten, so lange Esaus Schatten (die Macht Roms)besteht, erscheinen sie wie verwelkt in dieser Welt, aber einst wirdEsaus Schatten hinschwinden und sie werden saftreich werden (anKraft zunehmen), wie es Hos. 14, 6 heisst: „Ich werde Israel wieThau sein.“ Wie die Rose nur mit ihrem Gerüche aufhört, sowerden auch die Israeliten nur mit der Ausübung der religiösen