Par. XXII. Cap. XVII, 3.
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•wer auf die Spitze des Berges Jeschimon steigt, sieht wie eine Artkleines Sieb im Meere von Tiberias, es ist der Brunnen der Mir-jam. R. Jochanan ben Nuri sagte: Die Rabbinen haben berechnet,dass er grade gegen das mittlere Thor des alten Versammlungs-hauses von Tiberias hin gerichtet liegt.
R. Chama bar Papa im Namen des R. Jehuda bar R. Simonsagte: Auf verbotenen Höhen opferten die Israeliten in der Wüste,solange als die Wohnung noch nicht aufgestellt war, denn es istdort*) gelehrt worden: Solange die Wohnung noch nicht auf-gestellt war, waren die Höhen gestattet (erlaubt) und der Dienstgeschah durch die Erstgebornen, nachdem aber die Wohnung auf-gestellt war, wurden die Höhen untersagt und der Dienst geschahdurch die Priester. Auf diese Weise aber haben die Israeliten gegendas Verbot der Höhe in der Wüste gehandelt und es kamen Strafenüber sie, und die Völker der Welt sprachen: Sie dienen seinemNamen und er bringt sie ums Leben. Darum sprach Gott zu MoseLev. 17, 3. 4: „Geh, sage den Israeliten: ein jeglicher aus demHause Israel, der einen Ochsen oder ein Schaf oder eine Ziege
schlachtet im Lager.und es vor die Thür des Versamm-
lungszeltes nicht bringt.“
Oder: „Ein jeglicher vom Hause Israel.“ Das sagt auchJes. 66, 3: „Der den Ochsen schlachtet, erschlägt einen Mann, derein Schaf opfert, erwürgt einen Hund, der Speisopfer darbringt,bringt Saublut, der Weihrauch anzündet, betet Götzen an.“ R. Jo-chanan und R. Simeon ben Lakisch. R. Jochanan sagte: Werseinen Nächsten auch nur um den Werth einer Peruta beraubt, denerachtet die Schrift so, als wenn er ihn umgebracht hätte. Undhierzu haben wir viele Belege aus der Schrift, denn es heisst: „Dereinen Ochsen schlachtet, der erschlägt einen Mann.“ Wer nurzu rauben pflegt, da verzehrt der Raub den Menschen. Fernerheisst es Prov. 1, 19: „Also die Pfade aller, die nach Gewinn geizen,er raubt das Leben seines Besitzers;“ desgleichen Joel 4, 19: „Wegender Gewaltthätigkeit der Kinder Jehudas, welche unschuldiges Blutin ihrem Lande vergossen haben,“ und 2 Sam. 21, 5: „Sie sprachenzum König: Den Mann, welcher uns aufrieb und welcher wider unssann, dass wir vertilgt würden und nicht mehr beständen im ganzenGebiete Israels.“ Hatte er sie denn erschlagen oder nur darangedacht? Allein weil er Nob, die Priesterstadt, die ihnen Unter-halt gereicht, zerstört hatte, erachtet es die Schrift so, als wenner sie umgebracht hätte. Resch Lakisch versetzte den Vers in Jes.:Wer einen Menschen erschlägt, schlachtet einen Ochsen, wer einenHund erwürgt, opfert ein Lamm, wer Saublut darbringt, bringtSpeisopfer dar, wer Götzen anbetet, zündet Weihrauch an. Auchsie haben Lust an ihren Wegen. R. Eleasar fragte den R. Cha-nina, manche aber sagen umgekehrt, R. Chanina habe den R. Eleasar
*) S. Sebacliim fol. 112 .