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Par. XXII. Cap. XVII, 3.
ihn und fand, dass er sehr schlimme Schreiben (Edicte) gegen dieJuden von Cäsarea bei sich trug.
R. Simeon pflegte Untersuchungen anzustellen. Einstmals sasser in seinem Lustgarten, worin ein Stamm sich befand, da sah er,wie ein Auerhahn ein Nest sich darin machte. Da dachte er: Waswill dieser schmutzige Vogel in diesem Lustgarten? R. Simeonging und riss das Nest ein, allein der Auerhahn kam und stelltees wieder her. Was machte R. Simeon? Er ging und brachte eineTafel und legte sie an die Oeffnung jenes Nestes und befestigte esmit einem Nagel. Was machte der Auerhahn? Er ging und holteein Kraut, legte es auf den Nagel, dass dieser verbrannte. Wasmachte R. Simeon? Er sprach: Es ist gut, das Kraut zu verbergen,dass die Diebe nicht lernen es so anzuwenden und die Leuteberauben.
Der Esel des R. Janai frass einmal ein Kraut und wurde davonblind, er frass ein anderes Kraut und wurde davon wieder sehend.
Zwei Männer gingen einmal hinauf auf jenen Wegen nachTiberias, einer war blind, der andere sehend, und der, welchersehend war, führte den Blinden. Sie setzten sich, um auszuruhen,am Wege nieder. Da ereignete es sich, dass sie von dem Krauteassen. Der, welcher sehend war, wurde blind, und der, welcherblind war, wurde sehend, so dass, als sie sich von da erhoben,der Blinde den Sehenden führte.
Ein Mann kam von Babylon herauf und liess sich, um aus-zuruhen, am Wege nieder. Da sah er, wie zwei Vögel sich mit-einander zankten und der eine von ihnen den andern tödtete. Daging der andere und holte ein Kraut und legte es ihm auf undbrachte ihn wieder zum Leben. Da dachte der Wanderer: Es istgut, wenn ich etwas von dem Kraute mitnehme und damit dieTodten im Lande Israel belebe. Als er seinen Weg fortsetzte, saher einen todten Fuchs auf dem Wege liegen. Da dachte er: Esist gut, wenn ich an dem Fuchse eine Probe mache. Er legte ihmdas Kraut auf und rief ihn wieder in’s Leben zurück. Darauf setzteder Wandrer seinen Weg fort, bis er an die steilen Anhöhen vonTyrus kam. Als er dieselben erreicht hatte, sah er einen todtenLöwen auf dem Wege liegen. Da dachte er: Es ist gut, wenn ichan dem Löwen noch einen Versuch mache. Er legte ihm etwasvon dem Kraute auf, der Löwe kehrte ins Leben zurück, erhobsich und frass ihn auf. Das ist es, was die Leute sagen: Hast dudem Bösen etwas Gutes gethan, so hast du dir Böses gethan; thuedem Bösen nichts Gutes, so wird dir nichts Böses widerfahren.
R. Tanchuma sagte: Selbst mit dem Wasser richtet Gott seineSendung aus. Ein Aussätziger ging einmal hinab, um sich in Ti-berias zu baden (tauchen). Da traf es sich, dass der Brunnen derMirjam aufstieg und ihn bespülte, und dadurch ward er geheilt.Wo ist der Brunnen der Mirjam? Chija bar Abba sagte: Es heisstNum. 21, 20: „Und die Aussicht geht auf den Jeschimon;“ denn