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Par. XXI. Cap. XVI, 3.
festgesetzten Zeit (Ordnung)? R. Jehuda bar R. Eleasar sagte: (Erging hinein) mit 36 Paar Schellen und mit 36 Granatäpfeln (imSaum seines Kleides). Die Rabbinen sagen: Mit 72 Paar Schellenund 72 Granatäpfeln. R. Chanina ben Chachinai und R. Simeonben Jochai gingen, um Thora zu lernen (Unterricht zu nehmen) zuR, Akiba in B’ne Berak, wo sie dreizehn Jahre verweilten. R. Si-meon ben Jochai schickte immer nach Hause, um zu erfahren, aberR. Chanina schickte nicht nach Hause, um zu erfahren, was davorging. Da liess ihm sein Weib sagen: Deine Tochter ist mann-bar (heirathsfähig), komm und verheirathe sie. Als es R. Akibaim heiligen Geiste sah (ahnte), sprach er zu ihnen: Wer eine mann-bare (heirathsfähige) Tochter hat, gehe nach Hause und verheirathesie. R. Simeon ben Jochai merkte es, nahm Erlaubnis und gingfort. Als er in sein Haus eintreten wollte, fand er, dass alles ineinen andern Winkel geräumt war. Was that er? Er setzte sichan dem Orte nieder, wo die Frauen Wasser füllten. Da hörteer die Stimmen der Mädchen, wie sie riefen: Tochter Chanina’s,fülle deinen Krug und komm herauf! Was that er? Er ginghinter ihr her, als sie in das Haus eingetreten war, trat aucher nach ihr plötzlich ein, sein Weib aber hatte ihn kaum erblickt,so ging ihr die Seele aus. Da sprach er: Herr der Welt, ist dasihr Lohn, dass sie dreizehn Jahre auf mich gewartet hat? In diesemAugenblick kehrte ihre Seele wieder in ihren Körper zurück. *)
R. Simeon ben Jochai hat gesagt: Vier Dinge hasst Gott undauch ich liebe sie nicht: wer das männliche Glied angreift undWasser abschlägt, wer den Beischlaf auf seinem Lager nackt aus-übt, wer Dinge zwischen Eheleuten zur öffentlichen Besprechungbringt und wer plötzlich in sein Haus eintritt, geschweige (eigentlich:ich brauche es nicht zu sagen,) wer in das Haus eines andern ein-tritt. Rab sagte: Tritt nicht plötzlich in eine Stadt und auch nichtplötzlich in ein Haus ein; ist deine Tochter mannbar (heirathsfähig),entlasse deinen Knecht (gieb ihm die Freiheit) und gieb sie ihm.Als R. Jochanan hinaufging, um R. Chanina zu begrüssen, machteer, bevor er eintrat, ein Geräusch, weil es hier (vom Hohenpriester)heisst: „Seine Stimme werde gehört.“
Oder: „Damit soll Aaron kommen.“ R. Berachja sagte imNamen des R. Levi: Damit verkündigte ihm die Schrift, dass er410 Jahre leben werde. Was fällt dir ein, dass Aaron 410 Jahreleben sollte? Allein hier ist das erste Heiligthum gemeint, was410 Jahr bestehen sollte, weil darin (die Priester ihr Amt) mitRedlichkeit versahen, es haben auch (während dieser Zeit) nur acht-zehn Priester gewirkt und zwar immer Vater, Sohn und Enkel. Imzweiten Heiligthum aber, weil da das Priesteramt käuflich war (eig.weil sie es mit Geld nahmen), oder wie Manche sagen, weil siesich einander durch Zauberkünste getödtet haben, haben achtzig
) Vergl. Ketub. fol. 62b.