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Der Midrasch Wajikra Rabba : das ist die haggadische Auslegung des dritten Buches Mose
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Par. XX. Cap. XVI, i.

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sondern den Segenspruch der Trauernden (Leidtragenden), ihr seidnicht gekommen, meinen Sohn unter den Traubaldachin zu führen,sondern ihr seid gekommen, um ihn ins Grab zu bringen. Da hieltR. Saccai von Kabul die Leichenrede:Zum Scherz sprach ich: dubist gemischt.*) R. Judan aus Gallia hielt einen Vortrag mit An-knüpfung an Hi. 39, 27:Erhebt sich auf dein Geheiss der Adler?Gott sprach nämlich zu Aaron: Habe ich denn auf dein Geheissmeine Schechina auf der Bundeslade ruhen oder auf deinen Aus-spruch von der Bundeslade aufsteigen lassen? Das. V. 28:AufFelsen wohnt er, nämlich im ersten Tempel,und verweilt er(pYrrm) d. i. ein Verweilen im zweiten Tempel,auf Spitzen derFelsen und Burgen d. i. ein mehrfaches Verweilen**); denn es ist dortgelehrt worden: Als die Bundeslade fortgenommen worden war, be-fand sich dort der Stein ir^nia. Warum hiess er so? R. Jose barR. Chalaphtha sagte: Weil auf ihm die Welt gegründet wordenist. Das steht auch Ps. 50, 2:Von Zion, der Schönheit und Voll-endung. Wie war das Gebot des Hohenpriesters am Versöhnungs-tage? Wenn er aus dem Heiligthum ging, sprach er: Möchte esdoch dein Wille sein, dass dieses Jahr reich an Regen und anWärme und Thau sei, möge es ein gnaden- und segenreiches Jahrsein, ein Jahr der Billigkeit, ein Jahr der Fülle, ein Jahr lebhaftenVerkehrs (des Nehmens und Gebens), und nicht möge an ihm Israel,dein Volk, einander benöthigt sein, und nicht mögen sich die Israe-liten aus Herrschsucht über einander erheben, und nicht mögest dudich an das Gebet der Wandrer kehren (die schönes Wetter wünschen)!Die Rabbinen von Cäsarea beteten für unsere Brüder in Cäsarea,dass sie sich nicht aus Herrschsucht über einander erheben möchten;die Rabbinen von Daroma beteten für unsere Brüder in Scharon,dass ihre Häuser nicht ihre Gräber werden möchten.***) Das. V. 29:Von dort her erspäht er Speise d. i. von da holt er Speise für alleTage des Jahres,seine Augen schweifen in der Ferne d. i. derHohepriester sah schon im Anfänge des Jahres, wie das Ende seinwerde. Wie so? Er spähte und beobachtete den Rauch, welchervom Altar aufstieg, stieg derselbe nach der Südseite, so wusste er, dassdie dortige Gegend Ueberfluss haben werde, stieg er nach der Abend-seite, so wusste er, dass in dieser Gegend Ueberfluss sein werde, stieger nach der Morgenseite, so wusste er, dass diese Gegend Ueberflusshaben werde u. s. w., stieg er nach der Mitte des Himmels (himmel-an), so wusste er, dass in der ganzen Welt Ueberfluss sein werde.Und nach all diesem Lobe heisst es das. V. 30:Und seine Jungenschlürfen Blut d. i. er sah seine Jungen in Blut eingetaucht under schwieg (und beruhigte sich).Und wo Erschlagene sind, näm-lich Nadab und Abihu,da ist er, nämlich die Schechina. R.

*) Der Midrasch liest nicht V?ina, sondern (nna.

**) Bildlich für den Bestand des ersten und zweiten Tempels.

***) Daselbst war Sand und grosser Sturm, der oft die Häuser verschüttete.