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Par. XX. Cap. XVI, i.
gerufen hätte, so wäre er sofort geschlachtet worden. Du kannstes daraus erkennen, dass es sich so verhält: Als nämlich Jizchakzu seiner Mutter zurückkehrte, fragte sie ihn: Wo bist du gewesen,mein Sohn? Mein Vater nahm mich, gab er zur Antwort, undführte mich über Berge und Thäler u. s. w. Wehe über meineneinzigen Sohn! rief sie, wenn nicht der Engel erschienen wäre, sowäre er bereits geschlachtet. So wäre es, antwortete Jizchak. Dastiess sie sechs Laute aus gegen die sechs Töne des Schopha (amNeujahr). Sie hatte aber kaum geendet, da starb sie, wie es heisstGen. 23,2: „Da kam Abraham, Sara zu betrauern und zu beweinen.“Und woher kam er? Nach R. Jehuda bar R. Simon von dem BergeMoria. Abraham hatte nämlich in seinem Herzen darüber nach-gedacht, ob vielleicht irgend ein Makel an ihm gefunden wordensei, dass sein Opfer keine Annahme gefunden habe. Da erscholleine Himmelsstimme und rief ihm die Worte zu Koh. 9, 7: „Gehehin, iss mit Freuden dein Brot.“ Auch die Israeliten haben sichnicht in meiner Welt gefreut. Es heisst nicht Ps. 149, 2: Israelfreute sich seines Schöpfers, sondern: es wird sich freuen (mcir 1 ) d. i.sie werden in der künftigen Welt dereinst sich an den WerkenGottes erfreuen. Sogar Gott freut sich nicht an seiner Welt. Esheisst Ps. 104, 31 nicht: Der Ewige freute sich an seinenWerken, sondern: er wird sich freuen d. i. er wird sich an denWerken der Gerechten in der künftigen Welt einst erfreuen. Elischeba,die Tochter Amminadabs hatte auch keine Freude in der Welt, ob-wohl sie fünf Kronen an einem Tage (in ihrer Familie) sah, näm-lich ihr Schwager war König, ihr Bruder Fürst, ihr Mann Hoher-priester, ihre beiden Söhne Stellvertreter des Hohenpriesters, ihr EnkelPinchas war ein zum Kriege Gesalbter. Als ihre Söhne in dasHeiligthum gingen, um zu opfern, wurden sie verbrannt und ihreFreude wurde in Trauer verwandelt. Das ist nun hier gesagt:„Nach dem Tode der beiden Söhne Aarons.“
R. Abba bar Kahana begann seinen Vortrag mit Zugrunde-legung von Koh. 2, 2: „Zum Scherze sprach ich: du bist toll“ d. i.wenn der Scherz (das Lachen) so gemischt (mit Kummer) ist, wasgewährt dann die Freude für einen Genuss? Einer von den GrossenKabuls feierte die Hochzeit seines Sohnes und am vierten Tagehatte er Gäste zu sich geladen. Nachdem sie gegessen und ge-trunken hatten und ihr Herz guter Dinge war, sprach er zu seinemSohne: Gehe hinauf und bringe uns ein Fass Wein vom Bodenherab. Als er hinaufkam, biss ihn eine Schlange und er starb.Man wartete auf ihn, und als er nicht wieder herunterkam, sprachder Vater: Ich will doch einmal hinaufgehen und sehen, was meinSohn macht. Er ging hinauf und fand ihn von einer Schlange ge-bissen todt zwischen den Fässern liegen. Der Vater wartete, bisdie Mahlzeit beendigt war, dann sprach er zu ihnen (den Gästen):Meine Herren! ihr seid nicht gekommen, über meinen Sohn denSegenspruch, den man bei einer Hochzeit spricht, zu sprechen,