Par. XV. Cap. XIII, 2.
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Stimme, die von der Veste ausgeht, giebt Gott einen Weg für sich(ihren eigenen, ihr zugemessenen Weg). Und das alles warum?Damit sie nicht ausziehe und die Welt zerstöre. Oder: „Und demBlitz einen Weg.“ R. Abin sagte: Gleich einem Gemüsegarten, inwelchem sich eine Quelle befindet, so lange diese Quelle darin ist,ist das Kraut schwarz, versiegt aber die Quelle, dann nimmt es eineweisse Farbe an. So auch wenn der Mensch tugendhaft lebt undschwarzes Haar an ihm sprosst, wird der Grind geheilt, und er istrein, wo nicht, so wird das Haar am Aussatzmaal in weisses ver-wandelt. So heisst es: „Wenn ein Mensch“ u. s. w.
Oder: „Wenn ein Mensch an der Haut seines Fleisches“u. s. w. In Verbindung mit Prov. 19, 29: „Bereitet sind denSpöttern Gerichte“ d. i. bereitet sind den Spöttern Rechtsstreitig-keiten.“ Gewöhnlich wenn ein Mensch auf einem Esel reitet, soist er bald über ihn aufgebracht und schlägt ihn, bald lacht er überihn und schlägt ihn, aber hier für die Spötter sind Gerichte undSchläge bereitet. Gleich einer Matrone, welche in den königlichenPalast eintrat, als sie daselbst Geissein (Knuten) hängen sah, fürchtetesie sich. Fürchte dich nicht, sprach der König zu ihr, diese sindfür die Knechte und Mägde bestimmt, du aber bist da, um zuessen, zu trinken und fröhlich zu sein. So geriethen auch dieIsraeliten in Furcht, als sie den Abschnitt, die Aussatzmaale be-treffend, hörten. Da sprach Mose zu ihnen: Fürchtet euch nicht,diese sind für die Völker der Welt, ihr aber seid da, um zu essen, zutrinken und fröhlich zu sein, wie es heisst Ps. 32,10: „Viele Leidentreffen den Frevler, wer aber auf den Ewigen vertraut, ihn umgiebter mit Gnade.“ Rabbi und R. Ismael bar R. Jose sassen am Vor-abend des neunten Ab, der auf den Sabbath gefallen war, und be-schäftigten sich bis gegen Abend mit den Klageliedern, sie hattenein Alphabet (Kapitel) übrig gelassen, sie sagten: Morgen wollen wires zu Ende bringen. Als Rabbi hinaufging (in seine Wohnung),stiess er sich an seinen kleinen Finger, da wandte er auf sich denSpruch an: „Viele Leiden treffen den Frevler;“ allein R. Ismael sprachzu ihm: Wären wir nicht beschäftigt gewesen mit dem Sinne vonThren. 4, 20: „Der Athem unserer Nase ist der Gesalbte desEwigen,“ so hätte ich gesagt, um wie viel mehr jetzt, wo wir damit be-schäftigt sind. Als er nach Hause kam, legte er trocknen Schwammdarauf und wickelte Bast von aussen darum. Aus den WortenRabbis haben wir drei Dinge gelernt, sagte R. Ismael bar R. Jose:1) dass der Schwamm nicht auszieht (aussaugt), sondern nur dieWunde bewahrt; 2) dass man darauf Bast bindet von innen, weil erzubereitet ist, und 3) dass man in den heiligen Schriften nur vonder Vesperzeit an und weiter lesen soll, aber wohl darin lernen undsie auslegen kann; wenn es nothwendig ist, für einen Zweck eineUntersuchung anzustellen, nimmt man sie und stellt die Unter-suchung an. Samuel sagte: Einen Scherben, es mag sein, was eswill, und Bast, es mag sein, was es will (darf man am Sabbath auf
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