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Der Midrasch Wajikra Rabba : das ist die haggadische Auslegung des dritten Buches Mose
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98
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Par. XV. Cap. XIII, 2.

d. i. wegen der Seelen, die ich gemacht habe.*) Es heisst Hi.28, 25:Und die Wasser abwog mit Mass. R. Judan bar R. Simeonsagte: Selbst das Wasser, was von oben herabkommt, wird mitMass gegeben s. Hi. 36, 27:Hat er aufgezogen (jniP'S) dieWassertropfen vergl. Lev. 27, 18:Und es werde abgezogen ( 5 > l nWi)von deiner Schätzung.

Oder:Dem Winde ein Gewicht zu machen. R. Acha sagt:Selbst der heilige Geist, welcher auf den Propheten ruht, ruht nurmit einem gewissen Gewichte (Intensivität), denn mancher prophe-zeit ein Buch und mancher zwei Bücher. Nach R. Simeon hatBeeri nur zwei Worte (Dinge) prophezeit, und da sie nicht genug fürein Buch waren (da es so wenig waren), sind sie dem Jesaia einver-leibt worden. Es sind Jes. 8, 19:Und wenn sie zu euch sprechen:Befraget die Todtenbeschwörer und klugen Leute, und das andereist:Und du wogst die Wasser mit einem Masse ab.DasWasser. R. Judan bar R. Samuel sagte: Selbst die Worte desGesetzes, die von oben gegeben worden, sind mit Mass gegebenworden. Welche sind es? Schrift, Mischna, Talmud, Halachot undHaggada. Mancher bringt es weit in der Schrift, ein anderer inder Mischna, ein dritter im Talmud, ein vierter in der Haggadaund mancher bringt es weit in ihnen allen. Oder:Dem Windeein Mass zu machen. Es ist so zu verstehen, wie die Menschenzu sagen pflegen: Dieser Mensch hat einen langen, jener einenkurzen Athem, weil in ihm Kurzathmigkeit gelegt worden ist.Unddie Wasser wogst du mit einem Masse ab. Der Mensch hat zueiner Hälfte Wasser und zu einer Hälfte Blut; wenn er tugendhaftist, so ist das Wasser nicht mehr als das Blut und das Blut nichtmehr als das Wasser (beide Flüssigkeiten sind sich gleich an Mass);wenn er aber sündigt (leichtsinnig lebt), so wird manchmal dasWasser mehr als das Blut und er wird wassersüchtig (vdpwrvtxog),manchmal wird aber auch das Blut mehr als das Wasser und er wirdaussätzig. Darum heisst es auch:(dn) Mensch oder (m) Blut.**)

Oder:Wenn ein Mensch an der Haut seines Leibes u. s. w.In Verbindung mit Hi. 38, 25:Wer theilt dem Regenguss Kanäleab? Es giebt Orte, sagte R. Berachja, wo das Haar J-iaüittj!Ueberschwemmung, Fluth genannt wird. Ein Mensch trug einmalvor und sprach: Es giebt kein Haar, dem Gott nicht ein Grübchenfür sich erschaffen hätte, damit nicht eins von ihnen Genuss amandern habe (d. i. damit nicht eins die Kraft dem andern entziehe).Da sagte sein Weib zu ihm: Jetzt willst du ausgehen, um deinenUnterhalt herbeizuschaffen, bleibe doch zu Hause, dein Schöpferwird für dich sorgen. Er folgte ihr, blieb zu Hause und seinSchöpfer stand ihm bei.Und dem Blitz einen Weg. Selbst der

*) Der Midrasch fasst die Stelle in dem Sinne: Der Wind wird vormir schwach, wegen der Seelen, die ich geschaffen habe.

**) Der Midrasch theilt das Wort mN in m IN.