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Par. XIV. Cap. XII, 2.
umbringen. Tritt es dann an die Luft der Welt, so wird das Ge-schlossene geöffnet und das Offene geschlossen. Die Schule Schammaisund die Schule Hillels. Die Schule Schammais sagt: Nicht wie dieBildung des Kindes in dieser Welt ist auch die Bildung in jenerWelt. In dieser Welt beginnt die Bildung mit Haut und Fleischund endet mit Sehnen und Knochen, aber einst beginnt sie mitSehnen und Knochen und endet mit der Haut, denn so heisst esvon den Todten Ezechiels s. Ezech. 37: „Und ich sah und siehe,Sehnen waren darauf und Fleischwuchs.“ Und es zog sich Hautdarüber obenher, aber Geist war nicht in ihnen.“ Allein R. Chijabar Abba will diesen Abschnitt in Ezechiel als Beweis nicht geltenlassen. Mit wem sind wohl die Todten Ezechiels zu vergleichen?Mit dem, welcher in ein Bad geht, das was er zuletzt auszieht, daszieht er zuerst an. Die Schule Hillels sagt: Wie die Bildung desMenschen in dieser Welt ist, so ist die Bildung auch in jener Welt.In dieser Welt beginnt sie mit Haut und Fleisch und endet mitSehnen und Knochen und so wird es auch einst sein, denn so sagtHi. 10, 9: „Denke doch, dass wie aus Thon du mich formtest,“und das. V. 10: „Wirst du mich nicht wie Milch hingiessen?“ Esheisst nicht: i 5 rßn!i, du hast mich hingegossen, sondern: ■'Srnnn,du wirst mich hingiessen. Das.: „und wie Käse wirst du mich gerinnenlassen?“ Es heisst nicht: •'tntf’Dpn, du hast mich gerinnen lassen,sondern: "CtODpn, du wirst mich gerinnen lassen. Das. V. 11: „Mit Hautund Knochen wirst du mich bekleiden.“ Es heisst nicht: ■'arnzjabf'i,du hast mich bekleidet, sondern: "Oia-Obn, du wirst mich bekleiden.Das.: „Mit Knochen und Sehnen wirst du mich weben.“ Es heisstnicht: ■OrDSO, du hast mich gewoben, sondern: ■' 3 iSiDD, du wirstmich weben. Das wollen die Worte sagen: „Leben und Wohlthathast du an mir gethan.“ Wenn das Weib voll stehenden Blutesist, so geht davon heraus zum Quell ihres Menstruums und mitGottes Willen geht der weisse Tropfen und fällt hinein, und eswird dann sofort das Kind gebildet. Gleich, der Milch in einerSchüssel; wenn du den Labmagen hineinthust, so gerinnt sie undsteht, wo nicht, so fliesst sie hin und her. Gleich zwei Bildnern,dieser bildet das Ebenbild (die Aehnlichkeit) von jenem und jenerbildet das Ebenbild (die Aehnlichkeit) von diesem. Immer kommtdas Weibliche vom Mann und das Männliche vom Weiblichen(Samen). Das Männliche kommt vom Weiblichen s. 1. Chron. 4,18:„Und sein Weib Jehudija gebar den Jered“ und Gen. 22, 24 heisstes: „Und sein Kebsweib, ihr Name Reuma, sie gebar auch“ u. s. w.Und so heisst es auch hier: „Wenn ein Weib zuerst Samen giebt,so gebiert sie einen Knaben;“ und das Weibliche kommt vomManne, wie es heisst das. V. 23: „Und Bethuel zeugte Rebecca,“und das. 46, 15: „Und Dina, seine Tochter.“ Num. 26, 46: „Undder Name der Tochter Aschers war Serach.“ Es giebt kein Buch,bemerkte R. Abin, welches von sich selbst erzählt. Gleich zweien,die in ein Bad gehen, wer zuerst schwitzt, geht zuerst heraus (und