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Par. XIV. Cap. XII, 2.
tränke trinkt sie, ohne dass das Kind verdrängt wird. Ist das nichtLeben und Wohithat? R. Simon sagte: Der Leib des Weibes istaus lauter Zellen, Gemächern und Seilen gemacht und bei derNiederkunft (eig. in der Stunde, wenn sie auf dem Gebährstuhlesitzt) löst sich nicht, alles auf einmal? Im Sprichwort heisst es:Löst sich ein Seil ab, so lösen sich gleich zwei Seile ab (sobald derKnoten zweier zusammengebundener Seile aufgeht). R. Me'ir hatgesagt: Während der neun Monate (der Schwangerschaft) sieht dasWeib nicht das Blut, was sie doch der Regel nach monatlich sehensollte. Was thut Gott damit? Er lässt es in ihre Brüste hinauf-steigen und macht es zu Milch, damit das Kind, wenn es zur Weltkommt, Nahrung finde, und besonders wenn es ein Knabe ist, wiees heisst: „Wenn ein Weib besamet wird und ein männliches Kindgebiert.“
Oder: „Wenn ein Weib besamet wird.“ Das steht auch Hi.38, 8—11: „Wer umschloss mit Thüren das Meer, als es hervor-brach aus dem Mutterschoss?“ R. Elieser und R. Josua und R.Akiba. R. Elieser sagte zur Erklärung dieser Stelle: Wie dasHaus Thüren hat, so hat auch das Weib Thüren s. Hi. 3, 10:„Schloss sie mir nicht die Thüre meines Mutterleibes.“ R. Josuasagte: Wie für das Haus es Schlüssel giebt, so giebt es auch fürdas Weib Schlüssel vergl. Gen. 30, 22: „Und Gott erhörte sie undthat ihren Mutterleib auf.“ R. Akiba sagte: Wie im Hause esThürangeln (cnTSt) giebt, so hat auch das Weib Thürangeln, soheisst es s. Sam. 4, 29: „Sie krümmte sich und gebar, denn ihreAngeln (rpT'S) hatten sich umgedreht.“ „Als er hervorging (nrvoti)aus dem Mutterschoss“ (s. Hi. 38, 9), weil er sich überhob (ruonüia),herauszutreten. „Als ich ihm Gewölk gab zum Gewand,“ darunterist die Haut des Embryos zu verstehen; „und Wolkennacht zu seinerWindel“ d. i. die dicke Fleischmasse; „als ich ihm seine Grenzenbestimmte“ d. s. die ersten drei Monate; „und Riegel setzte undThüren“ d. s. die mittleren drei Monate; „und sprach: Bis hierhersollst du kommen und nicht weiter“ d. s. die letzten drei Monate;„hier sei ein Ziel gesetzt bei deiner Wogen Trotz.“ R. Ibo sagte:In Folge deines Mistes (Unrathes), weil das Kind, so wie es an’sLicht tritt, voll von Unrath (Schmutz) und allen Arten von Gestankist, und dennoch herzen es alle und küssen es, um so mehr, wennes ein Knabe ist. Das sagt nun auch die Schrift: „Wenn ein Weibbesamet wird und ein männliches Kind gebiert.“
Oder: „Wenn ein Weib besamet wird.“ Es heisst Ps. 51, 7:„Siehe in Schuld bin ich geboren.“ R. Chija bar Abba, sagte:Selbst wenn es der Frömmste ist, so wird er doch eine Seite vonSchuld haben. David sprach vor Gott: Herr der Welt! hat dennmein Vater Isai die Absicht gehabt, mich ins Dasein zu rufen (michzu stellen)? Hat er nicht die Absicht gehabt, sich einen Genusszu verschaffen? Und dass es so ist, kannst du daraus erkennen:Nachdem sie ihr Bedürfniss befriedigt hatten, wandte dieser sein