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Par. XIV. Cap. XII, 2.
Erde bringe hervor beseelte Wesen nach ihrer Art.“ Unter 12sa*-pn ist der Geist des ersten Menschen zu verstehen. Nach ReschLakisch dagegen geht TinN auf den letzten Tag und a-p auf denersten Tag. Das ist nach der Meinung des Resch Lakisch, wie esheisst Gen. 1,1: „Und der Geist Gottes schwebte über den Wassern“d. i. der Geist des Königs Messias. Verdient es der Mensch, sospricht man zu ihm: Du bist allen Schöpfungswerken vorangegangen,wo nicht, so spricht man zu ihm: Die Mücke, die Kräuselschneckeist dir vorangegangen (sind vor dir erschaffen worden). R. Ismaelbar R. Tanchum sagt: Tins bedeutet: nach allen Werken, unddnp, vor allen Strafen. R. Jochanan sagte: Auch sein Vorzug (Lob)kommt erst (in einem Verse) zuletzt vor s. Ps. 148, 10: „Ihr wilden
Thiere und alles Vieh, Gewürm und gefiederte Vögel,“ und darauf
folgt V. 11: „Ihr Könige der Erde und alle Nationen.“ R. Simlai
sagte: Wie die Bildung des Menschen nach der der Haus- und
Feldthiere und Vögel geschah, so kommt auch sein Gesetz (seineVerhaltungsweise) nach den Haus- und Feldthieren und Vögeln.So heisst es Lev. 11, 46: „Das ist das Gesetz (die Verordnung) dasVieh betreffend,“ und dann folgt erst das. 12, 2: „So ein Weib be-samet wird.“
Oder: „So ein Weib besamet wird.“ In Verbindung mit Hi.36, 3: „Ich erhebe meine Gedanken zur Ferne und meinem Werk-meister will ich Recht schaffen.“ R. Me'ir sagte: Das Wort trat*hat zweierlei Bedeutung, es bedeutet nämlich Gesang :,: ) und Pest;Gesang über das Lob der Tugendhaften (Gerechten) und Pest (Un-heil) über den Fall der Frevler. „Zur Ferne (pin“iMb)“ d. i. aufdie Entfernten (a^pimri), die genähert worden sind. „Ich erhebemeine Gedanken zur Ferne und meinem Werkmeister verschaffe ichRecht.“ R. Nathan sagte: Wir beziehen den Ausdruck „von derFerne“ auf den Namen unseres Vaters Abraham, welcher von Fernekam, wie es heisst Gen. 22, 4: „Und Abraham hob seine Augenauf und sah den Ort in der Ferne.“ R. Chanina bar Papa sagte:Wir beziehen das Wort auf den Namen Gottes, von dem wir ent-fernt waren und er hat uns sich näher gerückt. R. Chaggi sagte: Ergeht auf Dinge, die von uns einen Weg von fünfhundert Jahren ent-fernt sind, z. B. die Menschen schlafen auf ihren Lagern und Gottlässt Winde wehen, Wolken aufsteigen, Regen herabfallen, Gewächsesprossen und vertrocknen, er richtet den Tisch vor jedem einzelnenan. R. Samuel bar Idi sagte im Namen des R. Acha: WennElihu diesen Vers von selbst gesagt hat, so ist er ein Lob, wenner ihn aber im heiligen Geiste gesagt hat, so ist er das höchsteLob. R. Levi hat dreierlei gesagt. Gewöhnlich giebt ein Menschdem andern einen Beutel mit Geld in aller Stille zur Aufbewahrungund dieser giebt ihm dann eine Litra Gold öffentlich zurück, ist-er ihm dafür nicht verpflichtet (d. i. wird er ihm nicht Dank sagen)?
*) Nämlich: die Stimme zum Gesang erheben.