Par. XII. Cap. X, 9.
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Namen Rabbis sagte: Zuletzt verkauft er alle Geräthschaften seinesHauses und trinkt dafür (für den Erlös) Wein. Es verkaufte einer,erzählte R. Acha, alle Geräthe seines Hauses und trank dafür(für den Erlös) Wein. Unser Vater lässt uns gar nichts, sprachenseine Söhne. Wir gaben ihm zu trinken und berauschten ihn,brachten ihn hinaus und setzten in das Haus der Ewigkeit (d. i. ineine Höhle des Friedhofes).*) Am Eingänge des Friedhofes zogenWeinhändler vorüber, welche einen Lärm in der Stadt hörten; sieluden ihre Vorräthe auf dem Friedhofe ab und gingen, um zusehen, was in der Stadt vorgehe. Unterdessen erwachte der Trunken-bold von seinem Schlafe und sah einen Weinschlauch zu seinemKopfe, er nahm ihn und legte ihn in seinen Mund. Nach dreiTagen sprachen seine Söhne: Wollen wir nicht gehen und sehen,was unser Vater macht? Sie gingen dahin und fanden ihn miteinem Schlauch in seinem Munde. Auch hier verlässt dich deinSchöpfer nicht, sprachen sie, und giebt dir (zu trinken), nun wissenwir nicht, was wir mit dir thun sollen. Da fassten sie den Be-schluss, dass jeder von ihnen einen Tag ihm zu trinken gebe. Esheisst Prov. 23, 34: „Du bist wie einer, der mitten im Meere liegt undwie einer, der auf der Spitze des Mastbaumes liegt“ d. i. wie jenesSchiff, was in der Tiefe (s'a^ D'.ib^cn) des Meeres taumelt d. i.auf- und niedersteigt; „wie einer, der auf der Spitze des Mast-baumes liegt“ d. i. wie jener Hahn, welcher auf der Spitze einesSeiles sitzt und dieses hin- und herschwebt (eig. geht und kommt),wie der Steuermann (gubernator), der am Ruder sitzt und dieses sichhin- und herbewegt. Das. V. 35: „Man schlägt mich, ich fühle esnicht“ d. i. man schlägt ihn und er merkt es nicht, „man stösstmich und ich weiss es nicht“ d. i. man stösst ihn und er weiss esnicht. Er hat fünf Kisten**) getrunken, der Verkäufer aber sagtzu ihm: Du hast zehn Kisten getrunken und wenn du denkst, dasser, wenn er von seinem Schlafe erwacht, die Gewohnheit etwalassen werde, so folgt gleich: „Er spricht: Wenn ich erwache, dannfahre ich fort und suche ihn (den Wein) wieder.“ Das. V. 29:„Wem ist Weh? Wer hat Trauer? Wer hat Zank? Wer hat Ge-schwätz (Gerede)?“ Derjenige, sagte R. Huna, der sich nicht mitden Worten des Gesetzes beschäftigt. „Wer hat Wunden ohne Ur-sachen? d. i. wer erleidet vergeblich Wunden; „wer hat Zank?“d. i. wer hat Rechtshändel; „wer hat Geschwätz?“ d. i. wer hatunnützes Gerede; „wer hat Wunden umsonst?“ d. i. wer hat Wundenunverschuldet? V. 30: „Die beim Wein verweilen.“
Ein Mann pflegte täglich zwölf Kisten Wein zu trinken, einesTages hatte er nur elf getrunken, er legte sich in’s Bett und konnte
*) Damit er nicht wisse, wer ihn ausgesetzt (dahin gebracht) habe, erwird in sich gehen und die üble Gewohnheit aufgeben. In einem altenManuscript habe ich gefunden, dass die Kinder ihn dort begraben haben. M, lv.
**) Ein Maas.