Par. IX. Cap. VII, II.
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kaufen. Oder: „Wer auf seinen Wandel aufmerksam ist,“ Das sinddiejenigen, welche Lichter anzünden, um mit ihnen vielen (öffentlich)zu leuchten. Denn R. Simeon ben Lakisch hat gesagt: Saul war nurdarum so glücklich, zur Herrschaft zu gelangen, weil sein Alter(Kisch) für die öffentliche Beleuchtung gesorgt hatte. Man erzählt,dass nämlich die Wege von seinem Hause zum Lehrhaus finsterwaren, und er hatte Lichter zur öffentlichen Beleuchtung auf ihnenangezündet. Einmal heisst es i. Chron. 8, 33: „Ner (“i“i) zeugteden Kisch“ und einmal heisst es „Kisch, der Sohn Abiels.“ Wielässt sich das vereinigen? Auf diese Weise. Abiel war sein Name.Weil er aber die öffentliche Beleuchtung veranstaltet hatte, war erso glücklich, dass er den Namen Ner bekam. Oder: „Wer aufseinen Wandel aufmerksam ist.“ R. Janai sagte: Es heisst: der-jenige, welcher seinen Weg abschätzt, ist viel werth. R. Janai gingeinmal auf dem Wege (befand sich auf der Reise) und sah da einenMann, welcher ihm durch sein schönes Aeussere auffiel. Derselbesprach zu ihm: Rabbi, würdige mich der Aufmerksamkeit, mich alsGast aufzunehmen. Er antwortete: Ja wohl! Er nahm ihn mitnach Hause, speiste und tränkte ihn, prüfte ihn erst in der Schrift,fand aber nichts, dann in der Mischna, fand aber nichts, fernerin der Haggada, fand aber nichts, endlich im Talmud und fandnichts. Dann sprach er zu ihm: Nimm den Becher und sprich denSegen. Er entgegnete ihm: Janai soll in seinem Hause den Segensprechen. Darauf sagte Janai zu ihm: Wirst du wohl das nach-sagen, was du von mir hörst? Er antwortete: Ja wohl! Er sprachzu ihm: Sprich: Ein Hund hat von Janais Brot gegessen. DerMann erhob sich und griff nach Janai mit den Worten: Mein Erb-theil befindet sich bei dir und du verweigerst es mir (läugnest mires ab)? Er sprach zu ihm: Was hast du für' ein Erbtheil bei mir?Er versetzte: Einmal ging ich vor einer Schule vorbei, da hörte ichvon den Kindern sagen: Es steht geschrieben Deut. 33, 4: „DieLehre, die uns Mose befohlen hat, ist ein Erbtheil der Versamm-lung Jacobs“. Es heisst nicht: Ein Erbtheil der VersammlungJanais, sondern: der Versammlung Jacobs. Welchem Verdienstehast du die Ehre zu danken, an meiner Tafel zu speisen (eig. wo-durch hast du das Glück gehabt, an meiner Tafel zu speisen)?Nie habe ich ein übles Wort gehört und habe es seinem Herrnzurückgegeben und nicht sah ich zwei mit einander zanken, ohneden Frieden zwischen ihnen herzustellen. Du besitzest so vielLebensart, versetzte Janai, und ich habe dich einen Hund genannt?Da wandte er auf ihn an Ps. 50, 23: „Wer auf seinen Wandelaufmerksam ist, lasse ich Gottes Hilfe erblicken“ d. i. wer seinenWeg abschätzt, ist viel werth, denn R. Ismael bar R. Nachman hatgesagt: Die Lebensart ist der Thora um 26 Geschlechter voran-gegangen, was sich aus Gen. 3, 24 erweisen lässt. „Zu bewachenden Weg zum Baume des Lebens.“ Unter '■pi, Weg ist nichtsanderes als: yiN ^Ti, Lebensart, unter yi', Baum des Lebens