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Der Midrasch Wajikra Rabba : das ist die haggadische Auslegung des dritten Buches Mose
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Par. VI. Cap. V, i.

sie und legte sie auf das Schweisstuch und sie wurden mit demTeig zusammengerührt und so in das Brot gebacken. Sie gingnun ihres Wegs. Ihr Mann sprach zu ihr: Gieb mir drei Denare.Sie ging und verlangte sie von ihrer Nachbarin. Sie sprach zu ihr:Hast du vielleicht jene drei Denare gesehen? Die Nachbarin,welche drei Kinder hatte, sprach: Möge mir mein Sohn begrabenwerden! wenn ich (eig. wenn sie) etwas von ihnen weiss. Sie ver-ursachte, dass eins von ihren Kindern begraben wurde. Da dachtedie Frau: Wenn das Weib nicht damit verdächtigt wäre, so hättesie ihren Sohn nicht begraben. Sie ging daher und fragte dieselbenoch einmal: Hast du vielleicht jene Denare gesehen? Möge mirmein anderer Sohn begraben werden! antwortete das Weib, wennich etwas von ihnen weiss. Sie verschuldete sich abermals, und esstarb ihr anderer Sohn. Nach einiger Zeit ging die Frau nochmalszu ihr mit der Frage: Hast du vielleicht jene Denare gesehen?Das Weib sprach zu ihr: Möge mir mein dritter Sohn begrabenwerden, wenn ich etwas von ihnen weiss. Sie verschuldete sich

wiederum und sie begrub ihr drittes Kind. Gehst du denn nicht

zu deiner Nachbarin? sprach ihr Mann zu ihr, um sie zu trösten?Sie nahm zwei Brotkuchen und ging zu ihr, um sie zu trösten.Als sie einen Brotkucken durchschnitt, da fielen jene drei Denare

heraus. Das sagen nun die Leute: Du magst unschuldig oder

schuldig sein, gehe nur nicht auf einen Eid ein. Sach. 5, 4:Dasser komme in das Haus des Diebes und in das Haus dessen, der falschschwört in meinem Namen, dass er bleibe in seinem Hause undes vertilge sammt Holz und Steinen. R. Simeon bar Nachm ansagte: Die Würgengel haben keinen Gang (keine Bewegung wiedie Menschen), denn es heisst Hi. 2,2: (Der Satan antwortete):Ichkomme vom Durchstreifen der Erde und vom Umherwandeln aufihr; aber hier heisst es:dass er bleibe in seinem Hause. R.Abba bar Kabana sagte: Dinge, die das Feuer nicht verbrennt, ver-nichtet ein falscher Schwur. Das Feuer pflegt nur Holz, nicht aberSteine zu verzehren, aber hier heisst es:und er verzehre es (dasHaus) sammt Holz und Steinen. R. Jose bar Chanina erklärte denVers mit Bezug auf ein untreues Weib.So eine Seele sündigtd. i. wenn sie (ein untreues Weib) sich gegen ihren Mann vergeht,der sie ernährt und versorgt, und geht und sich besudelt und denEid hört s. Num. 5, 21:Und der Priester beschwöre das Weib mitdem Schwure.Und es ist ein Zeuge da, Num. 5,13:Und esist kein Zeuge da;sei es, dass er es gesehen, Num. 5,13:undes ist verborgen vor den Augen ihres Mannes, aber nicht vor denAugen ihres Schwagers,sei es, dass er es weiss, Num. 5,13:Undsie ist verborgen und ist verunreinigt,wenn er es nicht anzeigtund seine Schuld trägt, wenn sie es nicht dem Priester anzeigt,so schwillt ihr Leib an und ihre Hüfte schwindet. *) R. Pin-

*) Die Stelle ist verstümmelt.