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Der Midrasch Wajikra Rabba : das ist die haggadische Auslegung des dritten Buches Mose
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Par. V. Cap. V, 3. 4.

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lehrt*): Da der Gesalbte sühnt und die Versammlung gesühnt wird,so ist es gut, dass der Sühnende dem, welcher gesühnt wird, voran-gehe, wie gelehrt worden ist Lev. 16, 17:Und er versöhne sichund sein Haus. Unter m'2, sein Haus ist sein Weib zu verstehen.

Oder:Wenn der gesalbte Priester sündigt. Ein gesalbterPriester soll sündigen? R. Levi sagt: Schande der Stadt, derenArzt selbst das Podagra hat und deren Augenarzt nur ein Augehat und deren Fürsprecher (Anwalt) den Ankläger in peinlichenRechtssachen macht.

Zur Schuld des Volks d. i. zum Feuer, welches das Volk tödtet.Gleich einem Bärenführer, welcher das Futter des Bären ass. Dasprach der König: Weil er das Futter des Bären isst, so möge ihnder Bär fressen. So spricht auch Gott: Weil er Genuss von denHeiligthümern hat, so möge er vom Feuer verzehrt werden. R.Eibu sagte: Ein Fleischer in Sepphoris hatte gefallene und zer-rissene Thiere den Israeliten zu essen gegeben, einmal am Vorabendedes Versöhnungstages, nachdem er gegessen, getrunken und sichberauscht hatte, stieg er aufs Dach, fiel herab und starb, und dieHunde fingen an sein Blut zu lecken. Man fragte den R. Chanina,ob man ihn von den Hunden wegnehmen sollte, er antwortete ihnen:es steht geschrieben Ex. 22, 31:Heilige Männer sollt ihr mir sein,und Fleisch, das auf dem Felde zerrissen worden ist, sollt ihr nichtessen, dem Hunde sollt ihr es vorwerfen. Dieser hat die Hundeberaubt und den Israeliten Gefallenes und Zerrissenes zu essen ge-geben, lasset ihnen (den Hunden) das ihrige, sie mögen ihn fressen.

V. 4. Und er bringe den Stier an die Thür des Ver-sammlungszeltes. Gleich dem Freunde eines Königs, sagte R.Jizchak, welchen der König durch Geschenke und Lobesbezeigungengeehrt (ausgezeichnet) hatte. Lasset ihn, sprach der König, an derThür des Palastes stehen, damit jeder, der hier aus- und eingeht,ihn sehe. V. 14. So bringe den Stier an die Thür des Ver-sammlungszeltes. V. 15. Und die Aeltesten der Gemeindesollen ihre Hände darauf legen. Die Völker der Welt, be-merkte R. Jizchak, haben keine, welche die Hand auflegen (jDBia),wie es heisst Ezech. 30, 6:Es fallen die Handauflegenden Aegyptens(o-it;:Dte'ß), aber die Israeliten haben solche, welche die Handauflegen, wie es hier Lev. 4,15 heisst:Die Aeltesten der Gemeindesollen die Hand auflegen. Die Völker der Welt werden tiu,Gemeinde genannt s. Hi. 15,34:Die Gemeinde (Rotte) der Ruch-losen ist unfruchtbar, auch Israel wird irw, Gemeinde genannt,wie es hier heisst:Die Aeltesten der Gemeinde sollen die Handauflegen. Die Völker der Welt werden D'tok, Starke genannt,s. Ps. 68,31:Die Gemeinde der Starken mit den Kälbern derVölker, auch die Israeliten werden Starke genannt s. Jes. 46,

*) S. Jerusch. Horiot c. III.