Par. V Cap. V, 3.
3t
heisst Hab. 1, 13: „Reine sind deine Augen, um Böses zu sehen“.Der Seele schläft nicht im Körper und vor Gott giebt es auch keinenSchlaf, so komme die Seele, die im Körper nicht schläft und preiseGott, vor dem es auch keinen Schlaf giebt, wie es heisst Ps. 121, 4:„Siehe, es schlummert nicht, es schläft nicht der Hüter Israels.“
Parascha V.
Cap. V, 3. Wenn der gesalbte Priester sündigt zurSchuld des Volkes, ln Verbindung mit Hiob. 34, 29: „Er ruht,wer will verdammen?“ R. Me'ir legte diesen Vers so aus: „Erruhet von seiner Welt und verbirgt das Antlitz“ vor seiner Welt.Gleich dem Richter, welcher den Vorhang von innen ausspanntund nicht sieht, was draussen vorgeht. So dachte das Geschlechtder Sündfluth s. das. 22, 13: „Wird er hinter Dunkel richten?“
Genug! Me'ir, sprach man zu ihm, nein, „er ruht, wer will ver-
dammen?“ d. i. er gewährt dem Geschlecht der Fluth Ruhe, werkommt und erklärt es für schuldig? Welche Ruhe gab er ihnen?Hiob. 21, 8: „Ihr Same besteht vor ihnen, mit ihnen und ihreSprösslinge vor ihren Augen.“ R. Levi und die Rabbinen. R. Levisagte: In drei Tagen wurde schon eine Frau von ihnen schwangerund gebar. Es heisst hier -pot und dort (bei der sinaitischenGesetzgebung) Ex. 19, 15 heisst es auch: „Seid bereit (n-oio::) auf
den dritten Tag.“ So wie das Wort hier von drei Tagen gilt,
so gilt es auch dort von drei Tagen. Die Rabbinen sagen: EineFrau wurde schon an einem Tage schwanger und gebar, denn hiersteht das Wort ■pD“ und ebenso heisst es Ex. 34,2: „Sei bereit _ p3Dauf Morgen.“ ' Sowie da -pro einen Tag bedeutet, so ist auch hiernur ein Tag zu verstehen. „Und ihre Sprösslinge von ihren Augen,“so dass sie Kindeskinder sahen, wie es heisst Hi. 21,11: „Sie schickenaus wie Schafe ihre Kinder“ d. i. ihre Säuglinge. Im Arabischen,sagte R. Levi, wird der Säugling nh'is genannt. „Und ihre Kinderhüpfen“ wie jene bösen Geister, sowie es heisst Jes. 13, 21: „AuchWaldteufel tanzen dort.“ Wie so? Wenn eine Frau von ihnen amTage niedergekommen war, sprach sie zu ihrem (neugebornen)Sohne: Gehe und bringe mir ein scharfes Felsstück, ich will deineNabelschnur abschneiden. War sie des Nachts niedergekommen, dasagte sie zu ihrem Sohne: Geh und zünde mir das Licht an, ichwill dir die Nabelschnur abschneiden. Eine Frau war des Nachtsniedergekommen und sprach zu ihrem Sohne: Geh zünde ein Lichtan, ich will dir deine Nabelschnur abschneiden. Er ging undzündete ein Licht an, da begegnete ihm der Hauptanführer derbösen Geister und während sie miteinander zu thun hatten, krähteder Hahn. Geh, erzähle es deiner Mutter, sagte der Dämon, undsage ihr, wenn nicht der Hahn gekräht hätte, hätte ich dich um-gebracht. Geh erzähle es deiner Grossmutter, sagte die Mutter,