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Par. IV. Cap. IV, i.
hatte, in dem schöne Frühfrüchte standen, er setzte Wächter hineineinen Lahmen und einen Blinden. Er sprach zu ihnen: Habt Achtauf diese schönen Frühfrüchte! Nach einiger Zeit sprach der Lahmezu dem Blinden: Ich sehe ' schöne Frühfrüchte im Garten. Der
Blinde antwortete: Komm, wir wollen essen! Kann ich denn gehen?entgegnete der Lahme. Der Blinde sagte: Kann ich denn sehen?Kurz, der Lahme setzte sich auf den Blinden (sie pflückten dieFrühfrüchte), sie assen und jeder begab sich wieder an seinen Ort.Nach einiger Zeit kam der König in den Lustgarten. Wo sind■denn die schönen Frühfrüchte? fragte er die Wächter. Der Blindeantwortete: Mein Herr König! kann ich denn sehen? Und derLahme sagte: Mein Herr König! kann ich denn gehen? Der Königwar aber klug, was machte er mit ihnen? Er setzte den Lahmenauf den Blinden und sie fingen an zu gehen. Also habt auch ihr■es gemacht und habt die Frühfrüchte gegessen. So spricht auchGott einst zur Seele: Warum hast du vor mir gesündigt? Herrder Welten! spricht sie vor ihm, ich habe nicht gesündigt, sondern•der Körper ist es, welcher gesündigt hat. Von der Stunde an, dassich von ihm getrennt lebe, fliege ich in der Luft wie ein reinerVogel, wie kann ich vor dir gesündigt haben? Warum hast duwor mir gesündigt, fragt Gott nun den Körper. Herr der Welten!•entgegnet er vor ihm, ich habe nicht gesündigt, sondern die Seeleist es, welche gesündigt hat, denn von der Stunde an, dass sie ausmir herausgegangen ist (mich verlassen hat), liege ich da (eig. binich hingeworfen), wie ein auf den Boden hingeworfner Stein. Kannich also vor dir gesündigt haben? Was macht Gott mit ihnen?Er bringt die Seele, wirft (versetzt) sie in den Körper und richtetnun beide zusammen. Das sagt auch Ps. 50: „Er (Gott) ruft demHimmel zu oben“ u. s. w., d. i. er ruft nach dem Himmel oben,die Seele zu bringen und zur Erde, den Körper zu bringen, ummit ihm zu rechten. R. Chija hat gelehrt: Gleich einem Priester,welcher zwei Weiber hatte, eine war die Tochter eines Priesters,die andere die Tochter eines Israeliten. Er übergab ihnen einenTeig aus der Hebe bereitet und sie (beide Weiber) verunreinigtenihn. Wer hat den Teig verunreinigt? fragte er sie. Diese sprach:Jene hat ihn verunreinigt und jene sprach: Diese hat ihn verunreinigtJeine schob es auf die andere). Was machte der Priester. Er liessdie Tochter des Israeliten und rechtete mit der Priesterstochter. Siesprach zu ihm: Mein Herr Priester! warum lässt du die Tochter
des Israeliten und rechtest mit mir? Hast du nicht den Teig unsbeiden zugleich übergeben? Er antwortete: Diese ist die Tochtereines Israeliten und ist nicht unterrichtet aus dem Hause ihres Vaters,du bist aber die Tochter eines Priesters und bist aus dem Hausedeines Vaters unterrichtet. Deshalb lasse ich die Tochter des Is-raeliten und rechte mit dir. So verhält es sich auch mit der Seeleund dem Leibe, wenn sie einst vor Gericht stehen. Was thut Gott?Er lässt den Körper und rechtet nur mit der Seele. Sie antwortet