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Par. III. Cap. II, I. 2. 3.
von der Stelle. Da kam ein armer Mann mit einem Gebund En-divien, reichte es dem Ochsen hin und er ass es. Der Ochs nieste,räusperte sich und warf eine Nadel aus seinem Schlunde und nunliess er sich zum Opfer ziehen. Dem Eigenthümer des Ochsen er-schien im Traum, als wenn er hörte: Das Opfer des Armen (d. i.das Bündel Endivien) ist dem deinigen vorangegangen.
Eine Frau brachte eine Hand voll Mehl, welches aber von demPriester verächtlich behandelt wurde. Er sprach: Seht, was ist dasfür eine Darbringung! Was soll davon zum Essen, was zum Opfernsein! Da erschien dem Priester aber im Traum: Schätze sie nichtgering, sondern achte sie, als hätte sie sich selbst zum Opfer dar-geboten. Siehe, wenn schon von dem, der nicht sich selbst (11:33seine Seele, sein Leben) darbringt, es heisst: ffi33 (er habe sich
selbst dargebracht), um wie viel mehr von dem, welcher sich selbstals Opfer darbietet!
V. 2. Und er bringe es zu den Söhnen Aarons. R.Chija hat gelehrt: Selbst wenn ihrer (der Priester) viele sind. R.
Jochanan wies auf Prov. 14, 28 hin, wo es heisst: „In der Mengedes Volkes besteht des Königs Majestät.“ Und er nehme davoneine Hand voll von dem Mehle und von dem Oele d. i. vondem Mehle und nicht das ganze Mehl, von dem Oele und nicht dasganze Oel. Sieh, wenn einer sein Mehlopfer aus dem Exil von As-pamea brachte und er sah den Priester, dass er die Hand vollnahm und das andere ass, da sprach er: Weh mir, alle meine
Mühe habe ich mir nur für diesen genommen; es reden ihm aberalle zu und sprechen zu ihm: Wenn schon der, welcher es sich
nur zwei Schritte hat kosten lassen zwischen der Vorhalle zumAltar, würdig ist zu essen, um wie viel mehr du, der du dir allediese Mühe (Beschwerlichkeiten) hast kosten lassen! Und nicht nurdas, sondern:
V. 3. Das Uebrige vom Speisopfer soll Aaron undseinen Söhnen gehören. R. Chanina bar Abba ging an einenOrt (ins Lehrhaus) und fand diesen Vers: „Das Uebrige vom Speis-opfer soll Aaron und seinen Söhnen gehören“ an der Spitze derOrdnung und hielt einen Vortrag, er begann mit Ps. 17, 14: „Vonden Menschen deiner Hand, Ewiger, von den Menschen dieser Welt.“„Von den Menschen deiner Hand, Ewiger.“ Wie mächtig sinddiese, dass sie ihren Theil von deiner Hand, Ewiger, genommenhaben! Wer ist das? Der Stamm Levi. „Von den Leuten dieserWelt“ d. i. die, welche keinen Theil im Lande erhalten hatten;„ihr Theil ist im Leben“ d. i. das Allerheiligste; „mit deinenSchätzen füllest du ihren Bauch“ d. s. die heiligen Grenzen; „sattsind ihre Kinder“ (denn von den Priestern heisst es): „Alles Männ-liche von den Kindern Aarons soll davon essen.“ „Sie lassen ihrenUeberfluss ihren Kleinen,“ wie es hier heisst; „Das Uebrige von