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Der Midrasch Wajikra Rabba : das ist die haggadische Auslegung des dritten Buches Mose
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Par. III. Cap. II, V.

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-vom Geraubten wie vom Erpressten. Da spricht Gott: Weil nun

sein Kropf voll ist mit Geraubtem und Erpresstem, so solldieser Theil nicht auf den Altar gebracht werden, darum heisst es:Er soll entfernen das Netz. Aber die Thiere, welche an derKrippe mit Blätterwerk ernährt werden und nicht von jeder Seiteessen, sowohl vom Geraubten wie vom Erpressten, sie werden ganzdargebracht. Darum heisst es:Der Priester bringe das Ganze darauf dem Altar, weil diese Seele raubt und mit Gewalt nimmt.Komm und sieh, wie viel Noth und Mühe es ihr kostet, bis dieSpeise wieder aus ihr herausgeht. Vom Munde geht die Speise inden Schlund, vom Schlund in den Magen, vom Magen in den Dick-darm, vom Dickdarm in die Haube, von der Haube in den Mist-darm, vom Mistdarm in den Bauch, vom Bauche in die Eingeweide,von den Eingeweiden in den Dünndarm, vom Dünndarm in denDickdarm, vom Dickdarm in das Schleimsieb, vom Schleimsiebe inden Mastdarm, vom Mastdarme nach Aussen. Komm und sieh,wie viel Noth und Mühe es macht, bis die Speise wieder aus ihrherausgeht. Das. i, 17:Und er reisse ihn ein an seinen Flügeln,aber breche ihn nicht ab. R. Jochanan sagte: Wenn der gemeineMensch den Duft von verbrannten Flügeln riecht, so ist er ihm zu-wider, und hier heisst es:Der Priester lasse alles auf dem Altar inRauch aufgehen? Das alles warum? Um den Altar mit demOpfer des Armen zu schmücken.

Der König Agrippa wollte an einem Tage tausend Ganzopferdarbringen, er sandte und liess dem Hohenpriester sagen: Lass andiesem Tage niemand anders als mich darbringen. Es kam aberein Armer mit zwei Turteltauben in der Hand und sprach zumPriester: Bringe diese dar! Ich kann nicht, antwortete der Priester,der König hat mir befohlen und zu mir gesagt: Lass heute niemandanders als mich opfern. Mein Herr Oberpriester! sagte der Arme, ichfange täglich vier Turteltauben, zwei bringe ich dar und zwei dienenmir zur Nahrung; wenn du sie nicht darbringst (zurückweisest), schnei-dest du mir meine Nahrung ab. Der Priester nahm sie und brachtesie dar. Des Nachts erschien dem Agrippa im Traum: Das Opfer desArmen ist dir vorangegangen. Er liess den Hohenpriester rufenund stellte ihn mit den Worten zur Rede: Habe ich dir nicht be-fohlen, dass du an diesem Tage keinen Menschen als mich opfernlassen solltest? Mein Herr König! gab der Hohepriester zur Ant-wort, ein Armer kam und hatte in seiner Hand zwei Turteltaubenund sprach zu mir: Bringe diese dar! Ich sprach zu ihm: Der

König hat mir befohlen und zu mir gesagt: Lass niemand als michheute opfern. Der Arme sagte: Ich fange jeden Tag vier Turtel-tauben, zwei bringe ich dar und von zweien ernähre ich mich, wenndu sie nicht darbringst, so schneidest du mir meine Nahrung ab.Lag es mir da nicht ob, sie darzubringen? Der König antwortete:Du hast schön (recht) gethan, was du gethan hast.

Einst wurde ein Ochs zum Opfer gezogen, aber er wollte nicht