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Par. III. Cap. II, I.
Stämme. Wenn dem so ist, warum heisst es dann noch: „jeglicherSame Israels?“ Das ist nach R. Benjamin ben Levi der StammBenjamin, der zuletzt geboren wurde (und somit die Zahl vollmachte). Dann heisst es Ps. 22, 25: „Denn er verachtete und ver-schmähte nicht des Armen Elend.“ Gewöhnlich wenn zwei Menschen,ein Armer und ein Reicher, vor dem Richter erscheinen, wem wendetsich dieser wohl zu? Nicht dem Reichen? Aber hier heisst es:„Er verbarg nicht sein Antlitz vor ihm, und als er zu ihm schrie,hörte er.“ R. Chaggi verordnete ein Fasten und es kam Regen.Da sprach er: Nicht deshalb geschieht da, weil ich es werth bin, son-dern deshalb, weil es heisst: „Denn er verachtet und verschmäht nichtdes Armen Elend.“ Und sowie er sein Gebet nicht verwirft, so ver-wirft er auch nicht sein Opfer, wie es hier heisst: „So jemand
dem Ewigen die Opfergabe eines Speisopfers darbringt. Es heisstJes. 55i 7 : „Der Frevler lasse von seinem Wege und der Uebelthätervon seinen Gedanken.“ R. Bibi bar Abaje sagte: Wie soll das
Sündenbekenntniss am Vorabend des Versöhnungstages lauten? Manmuss sagen: Ich bekenne, dass ich bei all dem Bösen, was ich vordir gethan habe, auf bösem Weg gestanden, ich will aber alles,was ich gethan habe, nicht wieder thun, möchtest du doch, Ewiger,mein Gott, mir alle meine Sünden verzeihen und alle meine Ver-gehungen mir vergeben und alle meine Fehltritte mir sühnen, wiees heisst: „Der Frevler lasse von seinem bösen Wege und der
Uebelthäter von seinen Gedanken“ u. s. w. R. Jizchak und R.Jose bar Chanina. R. Jizchak sagte: Sowie der Mensch zwei Bretterzusammenfügt und das eine an das andere schliesst (ebenso schliesstGott die Bussfertigen fest an sich). R. Jose bar Chanina sagte:Wie ein Mensch die zwei Fussstücke des Bettes aneinanderfügt, in-dem er das eine an das andere bringt (ebenso bringt Gott dieBussfertigen sich nahe, so dass er ihnen angehört, hält sie aberzugleich in einiger Entfernung von sich auf dieselbe Weise, wie diezwei zusammengehörenden Füsse des Bettes von einander abstehen).Es heisst das.: „Und er kehrt um zum Ewigen und er erbarmetsich über ihn.“ Die Rabbinen und R. Simeon ben Jochai. DieRabbinen sagen: Alle Sühnopfer hat Gott unserem Vater Abrahamin dieser Welt gezeigt, ausgenommen das Zehntel Epha. R. Simeonben Jochai sagte: Auch das Zehntel Epha hat Gott unserem VaterAbraham gezeigt, weil hier n'r.x diese und dort nb.'i steht, und wiehier unter n'rs, so ist auch dort darunter das Zehntel Epha mit inbe-griffen. Das. „Zu unserm Gott, denn er vergiebt viel.“ R. Jehuda barSimon im Namen des R. Sera sagt: Auch Gott hat eine Vergebungfür uns von der seinigen übrig gelassen. Welche ist das? DasZehntel Epha.
„Und wenn ein Mensch darbringt.“ Was steht vorher? Das. 3, 4:„Er soll absondern das Netz von der Leber“ u. s. w. R. Tan-chuma bar Chanilai sagte: Dieser Vogel flattert und schwebt in derganzen Welt umher, er isst überall, wo er nur etwas findet, sowohl