Par. II. Cap. I, 2.
II
genannt, nämlich: i) Die Thora, 2) die Prophetie, 3) die Vernunft,4) die Erkenntniss, 5) die Thorheit, 6) der Reichthum, 7) die Tugend-haften, 8) der Tod der Frommen, 9) die Gnade und 10) Israel;die Thora s. Prov. 3, 15: „Sie ist köstlicher als Perlen“-, die Pro-phetie s. 1. Sam. 3, 1: „Und das Wort des Ewigen war theuer injenen Tagen,“ die Vernunft s. Prov. 17, 27: „Kostbarkeit des Geistesist ein Mann von Verstand,“ die Erkenntniss das. 20, 15: „Einkostbares Gefäss sind kenntnisreiche Lippen,“ die Thorheit s. Koh.10, 1: „Köstlicher als Weisheit und Ehre ist ein wenig Thorheit,“der Reichthum s. Prov. 12, 27: „Köstlicher Reichthum des Menschenist des Fleissigen,“ die Tugendhaften s. Ps. 139, 17: „Wie kostbarsind mir deine Freunde (anstatt: Gedanken), Gott,“ der Tod derFrommen s. Ps. 117, 15: „Kostbar in den Augen des Ewigen ist derTod seiner Frommen,“ die Gnade s. das. 36, 8: „Wie kostbar istdeine Gnade, Gott,“ Israel s. Jerem. 31, 20: „Ein kostbarer Sohnist mir Ephraim.“ Und besonders kostbar bleibt mir Israel. Ge-wöhnlich gehen tausend Menschen hinein (ins Lehrhaus), um dieSchrift zu lesen und nur hundert von ihnen geht heraus (undhat etwas davon gewonnen); hundert gehen zur Mischna und nurzehn kommen mit Erfolg davon heraus, zehn gehen zum Talmudund nur einer von ihnen hat etwas erworben. Das steht auch Koh.7, 28: „Unter Tausenden habe ich nur einen Menschen gefunden.“Oder die Worte: „Unter Tausenden habe ich nur einen Menschengefunden,“ beziehen sich auf Abraham, und die Worte: „aber einWeib habe ich unter, allen diesen nicht gefunden,“ beziehen sichauf Sara. Oder: „Unter Tausenden habe ich nur einen Menschengefunden,“ beziehen sich auf Amram, und die Worte: „aber einWeib habe ich unter allen diesen nicht gefunden,“ beziehen sich aufJochebed. Oder: „Unter Tausenden habe ich nur einen Menschengefunden,“ beziehen sich auf Mose, und die Worte: „aber, ein Weibhabe ich unter allen diesen nicht gefunden,“ beziehen sich auf dieWeiber des Wüstengeschlechts. Rabbi sagte: „Die Weiber desWüstengeschlechts waren fromm (weil ihre Männer das Kalb an-gebetet hatten, was die Frauen nicht gethan hatten). Als sie hörten,dass sie ihren Männern verboten sein sollten, verschlossen siesofort ihre Thüren. Da sprach Gott: Die Israeliten bleiben mirtheuer. R. Abba bar Kahana und R. Jizchak. R. Abba bar Kahanasagte: Gott sprach: Wenn Pharao soviel für jeden Israeliten ver-langt hätte, an Edelsteinen und Perlen zu bekommen, als er Ge-wicht hatte, hätte er sie ihm nicht gegeben? R. Jizchak dagegensagte: Nahm er sie nicht mit Blut? Gab es nicht ganze Schwärmevon Mücken und Gewilde? Sind diese nicht Blut? Daraus ergiebtsich, dass die Israeliten mir theuer sind. „Ein theurer Sohn ist esmir.“ Ueberall wo das Wort 'b, mir, gesagt ist, weicht es nicht vonder Welt, nicht in dieser Welt und nicht in jener Welt. Bei denPriestern heisst es Ex. 40, 15: „Sie sollen mir Priester sein,“ ebensoheisst es bei den Leviten Num. 8, 14: „Sie sollen mir Leviten sein,“