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Der Midrasch Wajikra Rabba : das ist die haggadische Auslegung des dritten Buches Mose
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Par. I. Cap. I, t.

Schrift? Nach R. Jizchak von denen, welche das siebente Jahr be-obachten. Gewöhnlich übt der Mensch ein gutes Werk aus aneinem Tage, in einer Woche, in einem Monat, vielleicht auch anden übrigen Tagen des Jahres, und dieser sieht sein Feld un-bebaut, seinen Weinberg unbebaut und er entrichtet doch die Bei-steuer und schweigt dabei, giebt es wohl einen grösseren Heldenals diesen? Und solltest du glauben, dass hier von solchen, diedas siebente Jahr beobachten, nicht die Rede sei, so führe ich dirals Beweis an, dass hier steht: Die sein Wort thun und dort

Deut. 15, 2 (bei der Schemita) heisst es auch:Dies ist das Wort(iS'i) der Sehemita, sowie nun dort 1_ n: auf diejenigen geht,welche das siebente Jahr beobachten, so sind auch hier diegemeint, die das siebente Jahr streng beobachten.Die sein Wortthun. R. Huna im Namen des R. Acha sagte: Hier spricht derSänger von den Israeliten, als sie vor dem Berge Sinai standen unddas Thun dem Hören vorangeschickt und gesagt hatten Ex. 24, 7:Alles, was der Ewige geredet, wollen wir thun und gehorchen.Zu hören die Stimme seines Worts (Ps. 103, 20). R. Tanchumbar Chanilai sagte: Gewöhnlich ist eine Last, die einem zu schwerist, zweien leicht und eine, welche zweien zu schwer ist, vierenleicht. Kann aber einer eine Last tragen, die 60 Myriaden Men-schen zu schwer ist? Alle Israeliten, die vor dem Sinai standen,sprachen Deut. 5, 22:Wenn wir des Ewigen Stimme noch fernerhören, so werden wir sterben, und Mose hörte allein die Stimmedes Wortes und blieb am Leben. Du kannst es auch daran er-kennen, dass es sich so verhält, dass Gott von allen nur Mose ge-rufen hat. Darum heisst es hier:Und Gott rief Mose.

R. Abuhu begann mit Anknüpfung an Hos. 14, 7:Eskehren einst zurück, die unter seinem Schatten sitzen. Das sinddie Proselyten (a -n.r:), welche kommen, und in dem Schatten Gottessich bergen.Sie leben wie Getreide auf d. i. sie werden wieIsrael zur Plauptsache (sie gelangen zu einer hohen Bedeutung), wiees heisst Sach. 9, 9:Getreide lässt Jünglinge und Most Jungfrauensprossen.Und sie blühen wie der Weinstock, wie es heisstPs. 80, 9:Einen Weinstock hobst du aus Aegypten aus, vertriebstdie Völker und pflanztest ihn.

Oder:Sie leben wie Korn im Talmud,und sie blühen wieder Weinstock in der Haggada,und sein Duft ist wie der WeinLibanons. Gott spricht: Mir sind die Namen der Proselytenso lieb, wie der Wein, der vor mir auf den Altar gegossenwird. Warum heisst es aber Libanon? Wegen Deut. 3, 25:Dieser gute Berg und der Libanon. R. Simeon ben Jochaihat gelehrt: Warum heisst er Libanon? Weil er die Sünden Israelsso weiss wie Schnee macht vergl. Jes. 1, 18:Wenn gleich eureSünden roth wie Scharlach sind, wie Schnee sollen sie weiss werden,

*) S. Gittin fol. 56.