Einleitung.
IX
Midrasch Wajikra r. und der Pesikta de Rab Kahana. Währendnämlich in der Pesikta die Einzelauslegungen der Versworte inkeiner Piska fehlen, stehen in Wajikra r. nicht selten (vergl. Par. 8,12—15, 18, 19, 23, 31—34, 36, 37) statt der Einzelauslegungen ver-schiedene aneinander gereihte haggadische Stücke, die auf dasThema des Abschnittes Bezug haben. Sodann sind in der Regelnach Abschluss der Proömien in der Pesikta keine längeren hagga-dischen Einschaltungen oder Excurse mehr anzutreffen, dagegen inWajikra r. ist das der Fall. Es hat dies seinen Grund in demthematischen Charakter unseres Midrasch. (Vergl. Theodor 1 . c.S. 508.)
Das halachische Element tritt im Midrasch Wajikra r. nur sehrsporadisch auf. Nur wo das Schriftwort Gelegenheit dazu bietet,wie beispielsweise in Par. 3 zu jinx b.s 1 und an einigen
andern Abschnitten werden durch die Formel ■'tn einzelne Boraithazur Erläuterung mit herangezogen.
Im Ganzen und Grossen bildet also der Midrasch Wajikra r.ein zusammenhängendes Ganze. Die einzelnen Vorträge sind insich abgeschlossen und abgerundet. Nur an einzelnen Stellen sindStücke eingeflochten, die aus dem Nexus herausfallen, oder wenigstensnur sehr lose an das Vorausgehende sich anschliessen. Recht deut-lich zeigt sich das bei Abschnitt 1, 2 und 3, wo noch in meinerVenediger Ausgabe von 1545 die betreffenden Zusätze am Ende desMidrasch stehen, und zwar ist das erste Stück von bN Nip^n N"“i'di aan -rabn ba tmst pa-m irra» mit wanx snoia
N NiaPs cpöi N2£73iTU, das zweite reichlich ein und eine halbe Spalteumfassende von pan •jvib Pü B“N a"l mit airoi» tOPPNQ pnana cpD 12, und das dritte aus Tana debe Eljahu entlehnteStück von mrota ■'rw mit iitrbia Pmna rpoa NfanN Nnoi: über-schrieben. Alle späteren Editionen haben diese Zusätze gleich denbetreffenden Abschnitten angefügt. Auch in dem Abschnitte 13 er-scheint als ein solches Einschiebsel das Stück B-'NatP: bi
'ri pna-aa nvabtjp;, in Abschnitt 32 die ganze zweite Hälfte nach
b 7 “i bNia- 1 aa aaD 72 '■'Pn St"“i und in Abschnitt 34 in demgrossen Stücke ^faa Pibp ap nuta "'Pin bN die fortlaufende Aus-legung von Jes. c. 58, welche letztere, wie schon Theodor ( 1 . c.S. 508 f.) mit Recht hervorhebt, aus einer Derascha über die Haph-thara des Versöhnungstages entnommen zu sein scheint.
Was nun die Quellen anlangt, aus denen der Midrasch Wa-