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Der Midrasch Wajikra Rabba : das ist die haggadische Auslegung des dritten Buches Mose
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Einleitung.

Wajikra r. zur Abhandlung kommen. Auf die einzelnen Proömienselbst, ihre Introducirung, Zahl, Autorschaft, Entlehnung u. s. \v.hier noch des Näheren einzugehen, dürfte schon deshalb unthunlicherscheinen, weil J. Theodor in einem Aufsatz der Monatsschrift fürGeschichte und Wissenschaft des Judenthums, Jahrg. XXX, No-vemberheft, S. 50010 so ziemlich alles, was sich darüber sagenlässt, erörtert hat.

Hinsichtlich der Veranschaulichung und Ausschmückung, ge-wissermassen der dramatischen Belebung der einzelnen Vorträgedurch passende Gleichnisse, Legenden, Erzählungen und proverbialeRedensarten, leistet der Midrasch Wajikra r. fast das Aeusserste.Kein anderer Midrasch der Rabbot kann in dieser Beziehung mitihm in Concurrenz treten. Aber grade durch diese Häufung derBlustrationsstoffe werden Ausgangs- und Zielpunkt der Betrachtungnicht selten einander näher gerückt und in Verbindung gebracht.Der Gedankengegensatz tritt uns dadurch auch im Bilde vor Augen,das Abstracte wird concret.

Da der Redactor in der Regel mehrere Vorträge einem Ab-schnitt einverleibt hat, so erhält, um mit Zunz (GottesdienstlicheVorträge, S. 181) zu reden, unser Midraschden Charakter einesgleichsam nach Art eines musivischen Kunstwerkes zusammengesetztenGanzen. Von diesem Standorte aus angesehen wird das Textwortzugleich Refrain.

Die meisten Abschnitte haben einen ordentlichen Schluss, odersie endigen wenigstens auf eine solche Art, dass man das Gefühlhat, das Thema sei erschöpft und bedürfe keiner weiteren Erläu-terung mehr. 25 Abschnitte schliessen mit einer messianischen Ver-heissung, 3 (nämlich Par. 6, 16, 20) schliessen mit Gebet und Sün-denvergebung.

Stellt man hinsichtlich der Anlage und Form der Abschnittedes Midrasch Wajikra r. einen Vergleich mit andern Werken derMidraschlitteratur an, so ergiebt sich, dass sie am meisten denPiskas der Pesikta de Rab Kahana ähneln, ja einige Abschnitte,besonders Par. 20, 27, 28, 29, 30 und 31, stimmen mit mehr oderweniger Abänderungen mit der Pesikta überein. Wie nun diePesikta eine Sammlung von Predigten für die Festtage und her-vorragenden Sabbathe ist, so kann auch der Midrasch Wajikra r.eine Predigtsammlung über das dritte Buch Mose genannt werden.Doch es besteht auch wieder ein wesentlicher Unterschied zwischen