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Ein Hauptstück von unserer Muttersprache : Mahnruf an alle national gesinnten Deutschen
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gerade gehören im Vortrage wie in Schriften oft mit zu denschlimmsten. Ich messe ihnen keine Schuld bei, denn sie sindeben auch in diesem sprachlichen Bummel erzogen worden undsie sind später nicht ans das garstige und unwürdige dieserSprachmanscherei richtig hingewiesen worden. Aber der deutscheLehrerstand hat solchen echten Kern nationaler Gesinnung, solch'lebhaftes Gefühl für Anstand und Würde, daß cs mir des rechtenAnstoßes bedarf, um ihn auch für die Reinheit und Schönheitunsrer Sprache zu begeistern. Aber indem dies geschieht, wirdman zugleich bemüht sein müssen, seiner Begeisterung Richtung,Weg und Ziel klar anzudeutcu.

Ich meine also, man möge den Lehrern empfehlen, sich, ohneVernachlässigung der eigentlichen Sprachkunst, doch mehr aufGeist und Wesen der Sprache zu legen, sich zu durchdrungenvom Werthe und der Schönheit unsrer Sprache, sich zur Reinheitderselben zu gewöhnen und die fremden Einmischlinge als Fleckenund Besudelungen unsrer edlen deutschen Sprache empfinden zulernen. So mögen sie selbst diese Fremdlinge ächten und ver-meiden, und in diesem Sinne mögen sie ans die ihnen anver-traute Jugend einwirken. Ich habe aber hier nicht bloß dieVolksschullehrer im Auge, sondern auch, und fast noch mehr, dieLehrer der höhern Schulen und selbst die der Hochschulen. Auchvon den Lehrstühlen der deutschen Hochschulen schleicht die Seucheweiter und verdirbt die jugendlichen Gemüther. Doch ich willhiervon nicht weiter reden, denn die Thatsache ist offenkundig.

Die Ministerien und obersten Schulbehörden können durchweise und ernste Anweisungen hier sehr viel gutes stiften, schonfür die lebenden, noch mehr aber für die künftigen Geschlechter.Möchten sie der trefflichen Worte Uhland's eingedenk sein:

Verpflanz' auf deine JugendDie deutsche Treu und TugendZugleich mit deutschem Wort.

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