Druckschrift 
Ein Hauptstück von unserer Muttersprache : Mahnruf an alle national gesinnten Deutschen
Entstehung
Seite
24
Einzelbild herunterladen
 

24

spondenz Friedrich's des Großen" in der Lvvuo dos donx imoudss(1879, März). Von dem Deutsch, das der König schrieb, sagtder Verfasser:Das ist eine Art von lustigem Sprachenmisch-masch (makaronischem Kanderwälsch jargwu irmoaroniguo),dessen Airsschreitungcn das Zartgefühl und den Vaterlandssinnaller Sprachsrcunde jenseit des Rheines (jenseit des Wasgen-waldes, wollten Sie Wohl sagen, Herr Valbert!) empören müssen.Man begegnet da fast in jeder Zeile sehr bezeichnenden franzö-sischen Wörtern, abenteuerlich zurecht gestutzt mit einer deutschenEndung, die sie noch bezeichnender macht, wie z. B. inguiotirou,srulmrrasirsu, soup^ouuiron, ursuaZirsu, oajolirsn, eontrsoarrirsu,dissiuiuliron, Oasagus tournirsu, attrapirsu, aniusirou, abinriron.Friedrich empfahl seinem Staatsminister, Heinrich von Podewils,»sonder Limit zu Verfahren und dou Asring'ston Lolat zu machcn«u. s. w. Ich lasse die übrigen Beispiele weg. Valbert fährt fort:Man darf also nicht an den Briefwechsel des großen Friedrichdie jungen Leute weisen, welche ihren Stil reinigen und sich inder Sprache Lessing's und Gocthe's ausbilden wollen." Richtig.Aber leider fällt es euch auch garnicht ein, euren Stil reinigenzu wollen, und die jungen Leute, welche ihre Sprache rein haltenwollen, finden bei euch kein Vorbild. Ihr macht euch zwar überdas Deutsch Friedrich's des Großen weidlich lustig, und nichtmit Unrecht, denn es ist, trotz seiner klaren Satzbildung, eine Muster-leistnng klassischen Kauderwälsches. Aber schreibt ihr denn, denheutigen Verhältnissen gegenüber, besser, reiner und schöner alser? Nein, Mancher von euch ist noch toller in seinemjargmurnaearonigus" als der königliche Schriftsteller mit dem langen Zopfe.