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(VII, 10), statt den vornehmsten Männern der Stadt „Notabeln"(XXV, 23), statt freundlich „human" (XXVII, 3), statt Getreide„Proviant" (XXVII, 38), statt Ruhr „Dysenterie" (XXVIII, 8)und so fort. Glaubt Weizsäcker etwa ans solche Weise den Be-gründer der neuhochdeutschen Sprache verbessern zu können?Glaubt er auf solche Weise Hand anlcgen zu dürfen an einBuch, von dem jedes einzelne Wort fest im Volksbcwußtseinwurzelt? Mir scheint solche Weise bloß eine Verballhornung zusein und solch' ein Glaube bloß eine Verirrung.
So steht es mit der eigentlichen Literatur, mit der Sprache,die der Ausdruck des höheren geistigen Lebens der Nation ist.Kann man da irgend etwas Erfreuliches von der Sprache destäglichen Lebens erwarten? Arbeiten doch die Zeitungen, fastohne Ausnahme, Tag für Tag, morgens und abends, mit gräß-licher Beharrlichkeit auf die Verhunzung der deutschen Sprachelos! Aber sie thun es doch nur, weil die ganze Leserwelt vonder Seuche befallen ist und den krankhaften Zustand garnichtmerkt. Da ist kein Staat, kein Stand, der hier dem andern, keineLandschaft, keine Stadt, die der andern etwas vorzuwerfen hätte.Die ganze Nation kann an ihre Brust schlagen und sagen: wirsind allzumal Sünder. Bedarf es der Beweise? Doch wahr-haftig nicht. Aber zum Überfluß gebe ich einige, damit mannicht sagen könne, daß ich übertreibe. Ich habe eine leidlicheBlnmeulese üppiger Blüthen dieses Unkrautes gesammelt, aberich muß mich auf einige Beispiele beschränken, denn den ganzenStrauß zu betrachten und zu beriechen wäre doch ermüdend undan dieser Stelle auch uunöthig. Die duftende Auswahl, die ichbiete, soll durcheinander gewunden liebliche Blumen aus den ver-schiedensten Gärten zeigen und nur darthun, daß überall das-selbe wilde Gestrüpp wuchert-
In Leipzig ist Garyon-Logis, Privet, Caviller, Portier-Loge und ähnliches mehr gebräuchlich. In Hamburg und einer