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Ein Hauptstück von unserer Muttersprache : Mahnruf an alle national gesinnten Deutschen
Entstehung
Seite
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Viele, viele Namen von Schriftstellern, die Romane, Erzäh-lungen, Novellen, Schauspiele und Anderes in Prosa geschriebenhaben und schreiben, ließen sich weiter noch anführen. Aber selbstin die eigentliche Dichtung hat sich das Ungeziefer geschmacks-widriger Fremdwörter auf eine erschreckende Art eingcschlichen.

Leuthold, der wahrlich keiner von den kleinen war, ent-stellt seine Gedichte und Lieder oft mit Worten, wierisquiren,ordinär, arbiträr, Forts, pompgeschmückt, Monstredampfmaschine,elegant, honett, lamentiren" u. s. w.

Auch Julius Wolfs, der so schnell zu großem Rufe ge-langte, ist nicht frei von dieser sehr unerfreuliche» Einmengereifremder Ausdrücke. Ganz besonders hat er es auf die Fremd-wörter aus der Zeit unsrer alten höfischen Dichtung abgesehen,die, Gott sei Dank! doch meist veraltet und unverständlich ge-worden sind. So bringt er z. B. in seinemRattenfängervon Hameln/' den ich las,foresten, fayliren, kalopiren, floi-tiren, tromboniren, Fabliaux, Maledij, Plnmiten, Maygollin,Tresnr, Bringat, Galreh, Bliat, Siglat, Palmat" u. s. w. Vieleund sogar wohl die meisten dieser Wörter find in den Fremd-wörterbüchern nicht zu finden, auch in den französischen und italie-nischen Handwörterbüchern nicht. Der Leserkreis seiner Dichtungkennt sie nicht und kann auch ihre Bedeutung nicht leicht ermitteln.Über alledem aber sind sie entstellend und geschmacklos. AberWolfs liebt auch die in unsrer Zeit gebräuchlichen Fremdwörternur allzu sehr. Er erzählt von einem devoten Gruße, voneomplimentiren, Pike haben, präsidiren, revidiren, prüludiren, vonKurs, Spalier, Guirlande, Amonren und Grazie. Und er leistetsogar folgende zwei Verse:

Gravitätisch präsentircndFaßte der Trabant jetzt Posto.

Das Werk des Dichters ist die höchste und vornehmste Quellezur Förderung der Sprache; aber kann durch ein solches Werk