lauter Ausdrücke, die sehr leicht hätten vermieden werden können unddie nur der Macht der schlechten Gewohnheit ihre Stelle verdanken.
Denselben Grund nehme ich anch bei Paul Heysc an, derin einigen seiner Erzählungen ziemlich starke Dinge leistet. Svfindet man in der „Cleopatra," nicht zu rechnen die Wörter wieKabinet, Salon, Brvnee und dergleichen mehr, folgendes: „Cousin,Perron, Voliere, detestabel, Abbe, deperdiren, Portiere, horribel,Loge des Portiers, respcctabel, Flaneur" u. s. w. Auch die „Tochterder Exccllenz" zeichnet sich ihrem Range gemäß aus: „Jalousien,Carricre, Cour, Gaudium, Trottoir, Equipage, Moment, Reco-noscirung, Atelier, Etage, elegant, Toilette, Reconvalescenz,Chikanc, patronilliren, Metier, Corpulenz, Couvert, appelliren,condoliren, indiseret" u. s. w. In andern Arbeiten, z. B. der un-längst veröffentlichten Erzählung „Die Dichterin von Carcassvnne"hat sich Paul Hcyse einer erheblich größeren Reinheit der Sprachebefleißigt; umso empfindlicher aber berühren auch hier einigehäßliche Wildlinge. So spricht er einmal mit Bezug auf dieVerstoßung einer Rittersfrau von dem „blutigen Verstoße gegenallen edlen Brauch und die heiligsten Gesetze der Conrtoisie,"ein andermal von „allen Regungen der Conrtoisie"; dort hießees besser, treffender und schöner „ritterliche Sitte," hier „Höf-lichkeit." Statt „Collation" wäre Wohl auch „Bewirthung" oder„Erfrischung" richtiger und anmuthiger gewesen, und selbst stattdes „triumphircnden Lächelns" hätte es edler und klangvollergehießen „siegesfrohcs Lächeln." Wenn man nur will, so gehtdie Sache, und zwar geht sie wirklich recht leicht. Aber freilich,man muß wollen.
Einer der allerschlimmsten Fremdwörterwüstlinge war EmilBrachvogel, dessen „Harfenschnle" mich beinahe aus dem Theatergetrieben hätte, vor Ekel, Scham und Zorn wegen der ganzargen Durchsetzung der Sprache mit französischen Mischlingen.Man schlage das Stück auf, wo man will, überall sind sie.