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Die Landgüterordnung Kaiser Karls des Grossen :
(capitulare de villis et curtis imperii)
Entstehung
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der Entstellung des C. d. v. davon bestimmt abge-grenzte niedrigere Gerichtsbarkeit, die unter demVorsitz des Centenarius (Vicarius, in einigen Gegen-den auch Schultlieifs) geübt wurde. Br. II, S. 178,Cap. miss. Aquisgr. I. d. äo. 810 c. 3. (Pe. I p. 162,Bo. I ]). 153.) Cap. miss. Aquisgr. II d. äo. 810 c. 15.Pe. I p. 163, Bo. I 154. Cap. de iustit. fac. vonBoulogne s. m. äo. 811. Bo. I 176, Ga. S. 215, 216,c. 4, Br. II, S. 178 mit Anm. 29, Sohin, Fr. R. u. G.Vf. S. 296, oder die aufserordentliche Gerichts-barkeit der Königsboten, Waltboten missi regis,adiustitias faciendas, Br. II S. 193, 194.b) die hofrechtliche (ihrem Ausgangspunkte nachprivatrechtliche, Patrimonial-, Fronhof-) Gerichts-barkeit, die unter dem Vorsitz des Iudex im hof-rechtliclien Ding des gesammten Hofgesindes (soweitdies nicht ganz unfrei) auszuüben war. 27 )

Das Verhältnis dieser beiden Arten voii Gerichtsbarkeitzu einander war folgendes:

A. Die hofrechtliche Gerichtsbarkeit erstreckt sich

a) in bürgerlichen Rechtsstreitigkeiten auf alle Streit-sachen der Hofgenossen miteinander (sie mögen freieoder unfreie Colonen sein, Freigelassene, Schutz-hörige Commendirte u. s. w.), der Gegenstand magein im Hofding aufgelassenes Beneficium oder einanderes Gut betreffen, immer vorausgesetzt, dafskein aufserhalb der konkreten Hofgemeinde (villa)Stehender (extraneus) an dem Streite betheiligt ist.(Ma. S. 498, 499, 506.)

b) in Strafsachen auf alle leichtere und schwerereDelikte der Mitglieder der familia, sie mögen freieoder halbfreie oder unfreie 27 ) Leute sein, voraus-gesetzt, dals

a) der Beschädigte Mitglied derselbeu familia oderder Herr des Hofguts selbst uud

27 ) lieber die strafrechtliche Stellung der Unfreien v. J. Jastrmvin Gri.U. Heft 2. 1878. S. 13 ff., 25 ff. In Betreff des Schadenersatzesvgl. A. B. Schmidt in Gi.U. Heft 18. 1885. S. 43 ff.

Gar eis, Landgliterordnung. 2